Buchstabensalat

Wie ein reisender Hase mein Leben prägte

15. Februar 2018,0 Comments

Die Postkarte von LovelyBooks, die zu Posts über #Kindheitshelden (zu der es am dem 19.02. auch eine Instagram Challenge gibt) aufrief, blieb von mir zunächst unbeachtet. Denn eigentlich bin ich momentan mit so ziemlich allem beschäftigt, aber nicht mit meinem Buchblog. Doch dann entdeckte ich auf der Postkarte etwas, das meine Meinung schlagartig änderte. Denn ganz klein in der Ecke saß er: Felix, der Hase. Er winkte aus seinem kleinen braunen Koffer mit dem roten Stoff auf der Innenseite. Und ich musste so breit lächeln, dass mir gar nichts anderes übrig blieb, als eine Hommage an ihn zu schreiben. 

Kind der 90er

Ich bin ein Kind der Neunziger. Für mich gibt es unzählige Kindheitshelden, die alle nostalgische Gefühle bei mir auslösen. Ich bin in einer grandiosen Mischung aus Büchern, Fernsehserien und Kinderzeitschriften aufgewachsen. Von Pippi Langstrumpf, Nero Corleone, den Kindern von Bullerbü, die unendliche Geschichte, der Sendung mit der Maus, Pokémon, die Raupe Nimmersatt, der kleine Prinz, das kleine Gespenst, der Räuber Hotzenplotz, TKKG, Disney Filme, … die Liste ist endlos. Ich könnte hier auch über Pocahontas, Meg aus Herkules, Heidi oder Ash schreiben. Stattdessen ist dieser Beitrag einem kleinen Plüschhasen gewidmet.

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Felix reist um die Welt

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum ersten Mal das Buch „Briefe von Felix“ im Regal meines Kinderzimmers stehen sah. Auf jeden Fall früh, denn das erste „Original“ erschien 1994, ein Jahr nach meiner Geburt. Der kleine Hase begleitet mich also schon sehr, sehr lange. Er gehört zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen und wohl zu den Büchern, die meinen Charakter am stärksten geformt haben.

Felix, der kleine Plüschhase, gerät immer durch Zufall auf große Weltreise und schreibt Briefe an das Mädchen Sophie, deren Gefährte er normalerweise ist. Bis heute habe ich das Original „Briefe von Felix“ und auch „Zirkusbriefe von Felix“. An „Neue Briefe von Felix“ und „Weihnachtspost von Felix“ kann ich mich aber auch erinnern. Glücklicherweise sind alle Briefe, die man ja auch so schön aus dem Buch herausnehmen kann, noch da und intakt, obwohl ich sie unzählige Male gelesen habe.

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Ich trete in seine Fußstapfen

Was man über Felix sagen kann: Er liebt das Abenteuer, ist neugierig, will alles und jeden kennen lernen, entdeckt alles, schreibt gerne, vergisst nicht seinen Liebsten hier und da mal Briefe zu schreiben und von seinen Erlebnissen zu berichten und er ist ein Hase.

Was man über mich, mittlerweile 24 Jahre alt, sagen kann: Ich liebe das Abenteuer, bin neugierig, will alles und jeden kennen lernen (und habe das mit Ethnologie sogar studiert), entdecke alles, schreibe gerne – Bücher, Reiseberichte und Briefe gleichermaßen – und liebe Kaninchen.

Zufall? Vielleicht ein bisschen. Vielleicht aber auch nicht. Klar, meine Eltern hatten wohl größeren Einfluss auf mich als ein paar Kinderbücher, aber es ist doch bemerkenswert, wie sehr ich das Lebensgefühl, das mich bereits als kleines Kind in diesen Geschichten begeistert hat, bis heute anstrebe.

Dankbarkeit

Felix hat mir gezeigt, dass auch ungeplante Abenteuer großartig sind. Er hat mir gezeigt, wie groß die Welt wirklich ist und dass es immer etwas zu entdecken gibt. Er hat mir gezeigt, dass es ein paar böse und viele liebenswerte Menschen da draußen gibt. Dass es egal ist, woher man kommt oder wie man aussieht, sondern nur darauf, dass man etwas mit Leidenschaft verfolgt und die Menschen, die man liebt, nicht vergisst. Und dass Kaninchen mutig und zuckersüß sind.

In meinem Praktikum bei LovelyBooks vor zwei Jahren hatte ich mit Annette Langen, der Autorin, tatsächlich Kontakt. Zwar verlief dieser nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte, doch ich bin froh, ihr damals meine Begeisterung persönlich mitgeteilt zu haben. Ich werde ihr für immer dankbar sein. Kinderbücher prägen uns, geben uns Halt, schenken uns Fantasie. Und manchmal begleiten sie uns unbewusst ein Leben lang.

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