Book Reviews

Kurzrezensionen | #3

8. Januar 2018,1 Comment
Kurzrezensionen

Momentan habe ich jede Lust auf Buchrezensionen verloren. Was merkwürdig ist, denn ich liebe es normalerweise, mich nach dem Lesen sofort in kritische und ausführliche Gedanken zu stürzen und sie auszuformulieren. Deshalb gibt es jetzt mal wieder ein paar Kurzrezensionen und ich hoffe, dass die Lust auf ausführliche Rezensionen bald zurück kommt.

Wer übrigens immer über alle meine gelesenen Bücher und deren Bewertung auf dem Laufenden sein will, kann mir gerne auf Goodreads folgen. :)

One – Sarah Crossan

Dieses Jugendbuch, welches in Versform geschrieben ist, handelt von siamesischen Zwillingen. Ein außergewöhnliches, kurzweiliges und in Anbetracht der fehlenden Repräsentation auch ein wichtiges Buch. Ich kann zwar nicht beurteilen, ob die Repräsentation gut gelungen ist, aber ich fand es war eine emotionale, schöne und lockere Geschichte. Die Versform fand ich allerdings nicht so passend.

Das Kaninchenhaus – Laura Alcoba

Dieses sehr kurze Buch spielt in Argentinien und handelt von einem Mädchen, deren Eltern in kriminelle Aktivitäten verwickelt sind. Ich fand es leider schrecklich langweilig und emotionslos. Weder die Charaktere, noch der Plot, noch der Schreibstil konnten mich überzeugen. Noch dazu verherrlicht es Gewalt gegen Tiere. Größter Flop in 2017.

In den Wäldern Sibiriens – Sylvain Tesson

Sylvain Tesson verwirklicht sich einen Traum: Er zieht für 6 Monate in die Wildnis am Baikalsee (Russland). Er lebt in Einsamkeit und führt Tagebuch. Es war sehr interessant, seine Gedanken und Erfahrungen mitzuerleben und v.a. die wunderbaren Beschreibungen der Natur zu lesen. Es war nicht unproblematisch (er entwickelt z.B. Alkoholismus, den er selbst gar nicht bemerkt und dementsprechend nicht reflektiert), aber trotzdem eine Bereicherung.

Marco Polo (A Photographers Journey) – Michael Yamashita

Eines der besten Bücher, die ich in 2017 lesen durfte. Es ist eine Mischung aus Reisebericht, historischer Zusammenfassung und Bildband. Michael Yamashita verfolgt die Route von Marco Polo nach und fotografiert Menschen, Landschaften und Momente, die auch Marco Polo vielleicht so gesehen hat. Yamashita ist ein fantastischer Fotograf, hat auf der langen Reise viele Abenteuer erlebt und ich fühle mich ihm im Marco Polo Fieber sehr verbunden.

Die Regenbogentruppe – Andrea Hirata

In diesem autobiographischen Roman besuchen wir eine schief stehende Schule auf der indonesischen Insel Belitung. Die ärmsten der Armen besuchen sie und träumen von einer Zukunft. Einer anderen Zukunft, mit mehr Hoffnung, mehr Möglichkeiten, mehr Gleichberechtigung. Wir lernen die ganze Klasse kennen und verfolgen ihren Weg, kämpfen und weinen mit ihnen. Die Spannungskurve ist nicht sonderlich hoch, aber es war dennoch eine schöne Geschichte, an die ich immer noch von Zeit zu Zeit denke.

Sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken – Marie Meimberg

Ende Dezember brauchte ich unbedingt etwas aufmunterndes. Aurelia empfahl mir „Sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken“ – kurze Geschichten aus dem Leben von Marie Meimberg, für mehr Mut im Leben. Es war ein nettes Buch, noch dazu sehr kurz, aber leider nicht so überwältigend, wie ich es mir gewünscht habe.

Die Gefährtin des Lichts – N.K. Jemisin

Der zweite Teil der Inheritance Trilogie dreht sich um Oree, eine blinde Straßenkünstlerin, die plötzlich inmitten von göttlicher Macht und politischen Intrigen landet. Ich hatte gehofft, dass ich nach dem ersten Buch leichter in den 2. Band reinkommen würde, habe mich aber wieder sehr schwer getan. Bei gut der Hälfte legte ich das Buch zur Seite, weil ich genervt war und keine Lust mehr hatte. Doch kurz vor Jahresende versuchte ich es noch einmal. Ich flog durch die zweite Hälfte und war wieder sehr angetan. Bin gespannt wie mir Band 3 gefallen wird.

Das Mädchen, das Weihnachten rettete – Matt Haig

Letztes Jahr zu Weihnachten las ich den ersten Band, dieses Jahr natürlich den zweiten. Und ich war wieder mehr als bezaubert. Matt Haig, der ohnehin zu meinen Lieblingsautoren gehört, hat einfach ein Talent dafür, Bücher für jeden zugänglich zu machen. Kinder werden mit der Weihnachtsreihe genauso etwas anfangen können, wie Erwachsene.

Vor dem Morgen – Jorn Riel

Eine kurze Geschichte einer alten Dame im grönländischen Eis. Es hat mich sehr positiv überrascht, ich war gerne mit ihr unterwegs, habe gerne über ihre Kultur gelernt und ihre Perspektive eingenommen. Es war nicht zu 100% unproblematisch (was wohl an den Umständen lag), aber nichtsdestotrotz hat es mich tief berührt. Absolute Empfehlung!

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1 Kommentar

  • Antworten Die 15 besten Bücher aus 2017 - Tasmetu 14. Januar 2018 um 9:19

    […] Indien und die Seidenstraße. Dabei dokumentiert er die Reise in atemberaubenden Bildern. Meine Rezension Mehr […]

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