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Frost wie Schatten | Rezension

23. Oktober 2017,0 Comments
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“Feeling like you’re enough has nothing to do with actually being enough – you choose whether or not you are.”

Frost wie Schatten

Sara Raasch

Übersetzt von: Katja Hald

Verlag: cbj

Seiten: 544 | Ausgabe: 2017

ISBN: 978-3-570-31121-9

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Die Autorin:

Sara Raasch hat mit dieser Geschichte angefangen als sie 5 war – und sie trotz den Lachern die sie damals auslösten – nicht aufgegeben. Nun ist „Schnee wie Asche“ als erster Teil einer Trilogie veröffentlicht.

Die Story:

Dies ist ein zweiter Band >>> HIER GEHT ES ZU BAND EINS <<<

Die finale Schlacht mit Angra naht – und Meira weiß, dass sie ein enormes Opfer bringen muss, um die Welt vor der Zerstörung zu retten.

Meine Meinung:

Mit Band Zwei habe ich mich bereits relativ schwer getan. Trotzdem hoffte ich, dass Band Drei das Ruder noch einmal rumreißen würde, denn eigentlich mag ich Meira und die anderen Charaktere, so wie die Grundidee der Welt. Leider konnte mich Raasch mit dem Abschluss der Trilogie nicht ganz überzeugen. Ich empfand das Buch als mittelmäßig und durchschnittlich. Sie bedient sich immer mehr Klischees, wodurch alles sehr vorhersehbar wird und nichts mehr besonderes hat. Es ist wie jedes andere Fantasybuch und das enttäuscht mich.
Raasch hatte im ersten Buch nämlich eine spannende Geschichte mit einem außergewöhnlichen Magie- und Politikkonzept vorgestellt. Allerdings hat sie dieses Potenzial nicht einmal im Ansatz genutzt. Stattdessen haben wir den klassischen Love-Interest, den 0/8/15 Bösewicht, Plottwists die 100km vorab erkennbar waren und das kitschige Happy End wo die ganze Welt mit einer heroischen Tat wieder ins Lot gebracht wird und alle glücklich sind. Ja, es gibt eine Schlacht und manche Nebencharaktere sterben, aber am Ende ist das alles halb so wild.
Auch ist es nicht so politisch, wie ich es mir gewünscht hätte. Es gibt verschiedene Könige, aber entweder hassen sie sich oder sind beste Freunde und niemand von ihnen befasst sich wirklich mit Politik, den Bedürfnissen des Volkes oder der Verantwortung eines Herrschers. Wichtig sind Macht, Magie und Krieg, sonst nichts.
Es gab mehrere Szenen, bei denen ich heftig mit den Augen rollen musste. Um nur ein Beispiel zu nennen: Eine Sexszene, in der tatsächlich für 2 Sekunden das Thema Verhütung aufkam – denn es hat keine stattgefunden. Das Thema wurde aber damit abgehandelt, dass die weibliche Person unfruchtbar ist. Kein Wort darüber, dass es dennoch verantwortungslos war oder über Geschlechtskrankheiten oder oder oder.
Raasch kann sich außerdem nicht wirklich entscheiden, ob dieser Trilogie-Abschluss nun ein Selbsthilfebuch sein soll oder doch lieber ein epischer Magie-Krieg. Es gibt unzählige Dialoge in denen es um Selbstliebe, usw, geht – was zwar gut ist, aber null in die Situationen gepasst hat und dann wieder viel Kampf und Blut und Intrigen. Hier hat Raasch ihre Balance einfach nicht gefunden.
Außerdem hat man gemerkt, dass die Übersetzerin gewechselt hat. Denn ich stolperte immer wieder über Absätze, die nicht zum Rest passten und die einen ganz anderen Ton hatten als ich das von Raasch bisher kannte. Vielleicht wäre hier das englische Original besser gewesen.
Alles in allem war dieser Abschluss mehr schlecht als recht. Die meisten Handlungsstränge wurden zu einem guten Ende geführt und es ist kein schlechtes Buch, aber ich habe es als enttäuschend und absolut durchschnittlich empfunden.

Eine Reihe, die viel Potenzial gehabt hätte, aber leider unter Klischees begraben und erstickt wurde

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Anmerkung: Dieses Buch war ein Rezensionsexemplar des cbt Verlags – vielen vielen Dank!

2.5 / 5

3 Stars

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