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Das Tagebuch der Anne Frank | Graphic Diary | Rezension

2. Oktober 2017,2 Comments
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„Reichtum, Ansehen, alles kann man verlieren, aber das Glück im eigenen Herzen kann nur verschleiert werden und wird dich, solange du lebst, immer wieder glücklich machen.“

Das Tagebuch der Anne Frank

Graphic Diary

Anne Frank, Ari Folman, David Polonsky

Übersetzt von: Mirjam Pressler, Klaus Timmermann, Ulrike Wasel

Verlag: Fischer Verlage

Seiten: 150 | Ausgabe: 2017

ISBN: 978-3-10-397253-5

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

 

Die Autoren / Illustratoren:

Dieses Graphic Diary entstand der Zusammenarbeit einer Vielzahl von Menschen. Allen vorran natürlich Anne Frank, auf deren Leben und Tagebuch diese Graphic Diary aufbaut. Es sind auch ihre Worte, die hier immer wieder zitiert werden. Ebenfalls beteiligt waren auch Yoni Goodman, Yael Nahlicli, Hila Noam, Jessica Cohen und Yves Kugelmann. Umgesetzt wurde es von Ari Folman und David Polonsky. Der Regisseur und der Illustrator haben bereits für „Waltz with Bashir“ erfolgreich zusammengearbeitet.

Die Story:

Die Geschichte der Anne Frank ist dank ihres Tagebuchs weltweit bekannt. Nun ist die kreative Übersetzung als Graphic Diary auch in Deutschland erhältlich und vermag es, uns auf eine ganz neue, tiefgehende Art und Weise zu berühren.

© Ari Folman / David Polonsky - S. Fischer Verlag 2017

© Ari Folman / David Polonsky – S. Fischer Verlag 2017

Meine Meinung:

Ich habe mich immer gefragt, wieso wir „Das Tagebuch der Anne Frank“ nie in der Schule gelesen haben. So oft sprachen wir über den 2. WK und den Holocaust und den Terror, der so viele Menschen dahinraffte. Und natürlich kannte ich Anne Frank, kannte auch das Haus in Amsterdam, in dem sie sich versteckte. Doch gelesen hatte ich ihr Tagebuch nie, auch wenn es im Regal auf mich wartete.
Als ich sah, dass eine Graphic Diary erscheinen sollte, war ich hin und weg von der Idee. Kurzweilig, mit schönen Illustrationen – so würde meine erste Lesererfahrung ihres Tagebuchs sicher angenehm werden. Dass ich es, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen würde und es mich so berühren würde, war mir damals noch nicht klar.
Das Tagebuch wird in diesem Graphic Diary nicht vollständig wieder gegeben, dennoch glaube ich, dass Anne Franks Seele und Emotionen sehr gut dargestellt wurden. Ich hatte bei der Lektüre das Gefühl, sie zu kennen und zu verstehen. Ihre Sorgen, ihre Ängste, ihre Wut, ihre Ohnmacht, ihre Probleme.
Viele Menschen beschweren sich immer, dass Anne ihrem Tagebuch klassische Teenager-Probleme anvertraut. Ich weiß nicht, wie man sich darüber beschweren kann. Es ist ein echtes Tagebuch und sie ein echtes, junges Mädchen. Die Pubertät und die Liebe machen nicht vor einem Halt, nur weil draußen Soldaten nach dir suchen, um dich aufgrund deiner Religion umzubringen.
Sie beschreibt den Alltag, den Hunger, ihre Sehnsüchte, ihre Depression, ihre Sexualität, ihre Entbehrungen und ihre Dankbarkeit. Und ich denke, Ari Folman, David Polonsky und das restliche Team haben die Stimmungen und all diese Themen wundervoll umgesetzt. Ich konnte mich in ihr wiederfinden, obwohl ich niemals solch einen Horror erleben musste wie sie. Ich verstand, was sie durchmachte, ohne je in ihrer Position gewesen zu sein, mit meinem ganzen Herzen, und das ist genau das, was dieses Tagebuch erreichen sollte. Dass man tief im Inneren versteht.
Ich hoffe, dass diese Graphic Diary die Geschichte von Anne Frank vielen jungen Lesern, vielen Schülern und vielen Lesemuffeln zugänglich macht. Denn es ist schnell gelesen, es ist dank Annes Sarkasmus sogar unterhaltsam, es ist wunderschön gestaltet und enorm wichtig. Gerade jetzt, heute, wo so viele Menschen zu vergessen scheinen, welches Leid nationalsozialistisches Gedankengut mit sich bringt.

Absolut großartig – v.a. für Schüler und Lesemuffel

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Das Buch bekommt aus den genannten Gründen einen Lesehasen verliehen

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© Ari Folman / David Polonsky - S. Fischer Verlag 2017

© Ari Folman / David Polonsky – S. Fischer Verlag 2017

Anmerkung: Dieses Graphic Diary war ein Rezensionsexemplar des Fischer Verlags – vielen, vielen Dank! :) 

5 Stars

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2 Kommentare

  • Antworten Kate 14. Oktober 2017 um 11:10

    Hallöchen,
    mir geht es wie dir. Ich habe das Buch nie in der Schule gelesen (zumindest nicht ganz), aber irgendwie kann ich mich nicht aufraffen. Obwohl ich finde, dass dieses Buch zu den Büchern gehört, die man gelesen haben sollte.
    Dass es eine Graphic Novel dazu gibt, ist vollkommen an mir vorbeigegangen, aber ich finde die Idee auch wirklich großartig! Also danke für den Tipp :)

    Liebste Grüße
    Kate ♥

  • Antworten Shiku 19. Oktober 2017 um 22:07

    Ich bin schon sehr gespannt auf den Titel! Das Tagebuch der Anne Frank haben wir in der Schule nur ab und an auszugsweise gelesen. Irgendwann hatte ich es mir zwar mal aus der Bibliothek ausgeliehen, aber ich weiß gar nicht mehr so sicher, ob ich es dann überhaupt komplett gelesen habe … es ist auch schon eine ganze Weile her. Auf der Messe war mir aber das Graphic Diary spontan ins Auge gefallen und ich hab es mit bestellt. Jetzt muss es nur irgendwann mal ankommen – die Bilder hier sehen aber richtig klasse aus.

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