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Bye bye YouTube – hallo Podcast! | Veränderungen

2. August 2017,0 Comments
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Wie schon öfter erwähnt, ist 2017 ein Jahr der Veränderungen für mich. Anfang des Jahres war mir das zwar klar, jedoch wusste ich noch nicht, wie genau diese Veränderungen aussehen würden. Heute ist es soweit und eine dieser Veränderungen tritt in Kraft. 

Heute, am 02.08.2017, an meinem 24. Geburtstag, beende ich meinen YouTube Kanal und starte einen Podcast. Und ihr habt keine Ahnung, wie nervös und aufgeregt und traurig und voller Vorfreude ich bin. Und wie seltsam es war, all das so lange geheim zu halten.

Unglücklich auf der Stelle treten

Bereits seit Monaten war ich nicht mehr glücklich mit meinem YouTube Kanal. Irgendwie war der Zauber verflogen. Es machte mir noch Spaß, aber ich hatte – wie in so vielem in letzter Zeit – das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Ich wollte etwas Neues, aber ich wusste nicht was. Außerdem wusste ich: Wenn ich ein neues Projekt anfange, muss ein altes weichen. Denn es war mir ohnehin schon alles zu viel: 2 YouTube Kanäle, 2 Blogs, die Reisenacht, meine Social Media Accounts, Gastbeiträge, das Ende meines Studiums und die Jobsuche, meine Schreiberei und noch einige private Sachen. Und ich wollte nichts davon aufgeben. Zu sehr hänge ich an meinen Babys und zu stolz war ich auf die fast 2000 Abonnenten auf YouTube, meine Views, Kommentare, meine Twitterleute, meine Leistung, meine kleine aber feine Reichweite. Alle meine Projekte hingen irgendwie zusammen – es war undenkbar für mich, es aufzugeben.

Wie so oft, wenn ich in solchen Phasen stecke und nicht weiter weiß, wendete ich mich an Freunde. Oder vielmehr: An einen Freund, Tony. Der wohl einzige, der mich in dem Moment verstehen konnte (und der übrigens auch der erste Gast in meinem Podcast ist – wheeeeeee!). Ich klagte ihm mein Leid und er fragte mich, ob es nicht sinnvoll wäre, zumindest eines meiner Projekte an den Nagel zu hängen. Er sprach nicht von aufgeben. Und auch nicht davon, es zugunsten eines „wahren Jobs“ oder „dem richtigen Leben“ zu beenden (wie es eine Freundin einmal zu mir sagte). Sondern nur, um Raum für etwas Neues zu schaffen. Er sagte, dass man manchmal etwas altes Geliebtes loslassen muss, um sich weiterzuentwickeln.

Ich ließ es zu

Es war das erste Mal, dass ich den Gedanken tatsächlich zuließ. Wenn vorher Freunde meinten, ich solle meine Zeit doch „sinnvoller“ einsetzen und meine Projekte aufgeben um mehr Zeit für Berufe zu haben, die mir Geld einbringen, habe ich immer abgeblockt. YouTube, meine Blogs, das alles sind meine Babys. Ich habe so hart an ihnen gearbeitet, ich kann sie doch nicht einfach sein lassen. Doch dank Tony ließ ich den Gedanken zu. Was wäre, wenn ich mit YouTube aufhören würde? Ich erwartete Wut oder Traurigkeit oder Widersprüche. Stattdessen fühlte ich mich erleichtert. Als hätte jemand ein tonnenschweres Gewicht von meinen Schultern genommen. Da wusste ich: Es war die richtige Entscheidung.

Sie war nicht schnell gefällt. Ich habe Wochen und Monate gebraucht, bis ich mir sicher war, dass ich den Schritt wagen und mit YouTube aufhören würde. Es war vollkommen absurd für mich, mir vorzustellen, nicht mehr jeden Samstag ein Video zu posten. Und gleichzeitig spürte ich plötzlich unzählige neue Ideen, die verwirklicht werden wollten. Eine davon war es, einen Podcast zu starten. Den Gedanken hatte ich schon länger, doch mir fehlten Zeit und Ideen. Doch ohne YouTube war all das plötzlich da.

Hinter den Kulissen

Also begann ich mit der Arbeit. Ich plante meine letzten YouTube Videos fürsorglich, denn sie sollten für das stehen, was ich aus den letzten 3 Jahren YouTube gelernt hatte. Ich wollte meinen Abonnenten noch einmal richtig guten Content präsentieren, bevor ich verschwinden würde. Die positiven Kommentare brachen mir das Herz. Und es tut mir leid, dass ich euch enttäusche und nicht weitermache. Aber es wurde Zeit für etwas Neues.

Mit Monaten Vorlauf begann ich an meinem Podcast zu arbeiten. Ich ließ mir die Zeit, die ich brauchte, überstürzte nichts. Ich brauchte allein über einen Monat, um mich für einen Namen zu entscheiden. Und noch einmal Wochen, um mit dem Logo zufrieden zu sein. Eine Website musste es auch geben, wobei mich mein Freund tatkräftig unterstützte. Dann musste ich lernen, mit Audition umzugehen und nahm ein paar Tests auf. Ich überlegte, wen ich interviewen wollte, welchen Content es geben sollte und wie dieser aussehen sollte. Und währenddessen rückte die Deadline immer näher: Mein Geburtstag. Heute. Ende von YouTube. Anfang von 24 Chances.

Der 24 Chances Podcast

Im 24 Chances Podcast, den ihr auf iTunes, euren Handyapps und auf YouTube anhören könnt, geht es darum seinen Horizont zu erweitern. Ich möchte meine persönlichen Erfahrungen, die Geschichten anderer, meine Lektüretipps und mein Ethnologiestudium zu einem großartigen Podcast kombinieren, in dem wir gemeinsam über den Tellerrand blicken. Ich erzähle euch etwas über andere Kulturen und Gesellschaftsformen, gebe Buchtipps, teile meine Gedanken rund um die Themen Weiterentwicklung und „Wie finde ich meinen Weg?“ und spreche mit inspirierenden Leuten. Es ist mein neues Herzensprojekt und ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr mit dabei wärt. Die ersten beiden Folgen sind schon online.

 

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