Kolumnen / Autorenleben Monatsrückblicke

Goodbye 2016 – hello 2017

30. Dezember 2016,2 Comments
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Gemeinsam fiebern wir dem Ende des Jahres entgegen. 2016 war nicht gut zu uns, es ist eine ganze Menge Mist passiert. Viele persönliche Schicksale, der Krieg in Syrien, politische Krisen, Rechtsruck, Brexit, Trump, der Tod vieler Idole, Terror und Amokläufe auch in Deutschland, IS und Boko Haram, Klimawandel im rasenden Tempo. 

Natürlich gab es auch gute Sachen: Erfolge, Neuanfänge, Abenteuer, Zusammenhalt, die Belegung der Gravitationswellen, gute Bücher, Musik und Filme, Hoffnung, neue Idole. Oft waren es die kleinen Dinge, die uns dazu gebracht haben, weiter zu machen. Die kleinen Dinge, die uns doch immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben.

Leichtsinn

Es wäre leichtsinnig zu glauben, dass wir ein paar gefährliche und schädliche Raketen in die Luft schießen, anstoßen und „Frohes Neues“ wünschen und dann sei die Welt wieder eine andere, eine bessere. Als würde dann der IS oder andere Terrororganisationen aufhören zu kämpfen, als würde dann nie wieder ein geliebter Mensch oder ein Idol sterben oder als würden Trump und AfD und Klimawandel einfach verschwinden. 2016 war kein Traum, 2016 war ein Augenöffner für viele sehr schmerzliche Wahrheiten. 2016 war der Beginn jeder Menge harter Arbeit. 2016 war der Auftakt für eine Zeit, in der wir zusammenhalten und jeden Tag an einer besseren Welt arbeiten müssen.

Immer wieder die Frage: Wie sollen wir das schaffen?

Nunja, erst einmal jeder für sich. Es ist möglich, auch schwere Zeiten zu überstehen. Wir müssen jetzt füreinander da sein – für die Familie, für die Freunde, für die Fremden. Dann müssen wir kleine Schritte tun – sei es durch Wissen (Informationen einholen, mit Betroffenen sprechen, Gespräche führen, aufmerksam sein, Informationen v.a. aus den Medien reflektieren und hinterfragen) oder durch Spenden (es gibt so viele Brandherde auf der Welt und so viele tapfere und fleißige Aktivisten, die helfen und Unterstützung brauchen. Und ihr müsst ja nicht 50 Euro spenden. Es reichen auch 10.) oder durch aktive Hilfe (Flüchtlingsheime, Klamottenspenden, Teilnahme an Demonstrationen, Wechsel des Stromanbieters, etc) oder natürlich durch etwas, das mir schwer auf dem Herzen liegt: Kunst. In dunklen Zeiten ist es immer die Kunst, die den Menschen Hoffnung schenkt. Bücher, Musik, Filme und zu heutiger Zeit sicherlich auch Computerspiele bieten Zuflucht, Alternativen, Entspannung, Wissen, Hoffnung, Kreativität, Schönheit, Verständnis, Akzeptanz.

Macht Kunst! Sie kann die Welt verändern!

Es mag absurd erscheinen, in einer Zeit wie dieser fröhliche Geschichten zu schreiben, aber sie sind wichtig. Es mag absurd erscheinen, in einer Zeit wie dieser Stunden, Tage, Monate, mit dem Verfassen einer komplexen, gesellschaftskritischen und düsteren Geschichte zu verbringen, aber sie sind wichtig. Es mag absurd erscheinen, in einer Zeit wie dieser zu Stift/Pinsel und Papier zu greifen und mit Farben etwas Neues zu erschaffen, aber es ist wichtig. Es mag absurd erscheinen, Spieleideen zu entwickeln obwohl das Leben sich so gar nicht mehr anfühlt wie ein Spiel, aber es ist wichtig. Es mag absurd erscheinen Lieder zu produzieren und zu singen wenn draußen die Welt untergeht, aber es ist wichtig.
Kunst gehört zu diesen kleinen großen Dingen, die diese Welt zu einem besseren Ort machen und den Menschen die Kraft verleiht, aufzustehen und etwas zu verändern. Und es hört nicht bei Malern, Autoren und Musikern auf. Auch Designer und Slam Poeten, Dichter und Denker, Architekten und Tänzer – ihr alle erschafft Farbe in einer Welt, die oftmals all zu grau erscheint und auf die sich der Staub der Toten und der Kriege und der verbrannten Erde legt.

Mein Wunsch für 2017

Macht Kunst, glaubt an Kunst, unterstützt Kunst und geht raus und verändert die Welt mit euren eigenen Händen, eurem eigenen Kopf, eurer eigenen Stimme. Steht für Frieden, Toleranz und Zusammenhalt ein, auch wenn es manchmal unerträglich scheint. Verschließt nicht den Blick vor den schlechten Dingen. Seht sie und verändert sie. Wir – alle zusammen und jeder Einzelne – können das schaffen. Ich glaube an euch. Ich glaube an 2017.

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2 Kommentare

  • Antworten Melanie 1. Januar 2017 um 18:10

    Macht Kunst.
    Was für ein schöner Gedanke.

  • Antworten Monatsrückblick | Januar 2017 - Tasmetu 27. Februar 2017 um 8:56

    […] Goodbye 2016 – hello 2017.  […]

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