Buchstabensalat

Von Suppen & neuen Essgewohnheiten | All you need is soup! | Rezension

15. November 2016,2 Comments
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Mein Freund ist bekannt für seine Kürbissuppe. Jeder seiner Freunde kennt und liebt sie, nur ich war am Anfang skeptisch. 

„Ich bin keine große Suppenesserin.“

„Nein, ich mag keinen Kürbis, sorry.“

„Ne, danke, ich muss nicht unbedingt probieren.“

Das waren meine mehr schlecht als rechten Ausreden. Aber irgendwann kam der Tag, an dem ich doch probierte und seitdem bekomme ich nicht genug. Sobald sich der Sommer dem Ende zuneigt, beäuge ich Kürbisse in den Supermärkten und am Straßenrand und warte auf den Tag, an dem es endlich wieder Kürbissuppe gibt.

Aber es blieb nicht bei der Kürbissuppe – es gab immer mehr Suppen und Eintöpfe, für die er mich begeistern konnte. Ich, die so verdammt schwierig beim Thema Essen war/bin, hatte tatsächlich jemanden gefunden, der mich dazu brachte dauernd Neues auszuprobieren und es auch noch zu mögen. Und so wurden die kalten Monate zu Suppenmonaten.

Als ich dann das Buch „All you need is soup!“ von Susanne Seethaler in der Vorschau entdeckte, landete es also prompt auf meinem Wunschzettel. Warum ich euch das erzähle? Nunja, ich habe ein Rezensionsexemplar bekommen und frage mich nun schon seit einigen Wochen, wie ich es rezensieren soll. Immerhin ist es ein Kochbuch und ich fand hier eine klassische Rezension nicht angebracht, fand aber auch nicht die Zeit dazu, Kochvideos zu drehen, wie ich es eigentlich vorgehabt hatte. Deshalb dieses ungewöhnliche Format, um ein Kochbuch zu „rezensieren“.

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Fürs Auge

Zuerst einmal die Aufmachung. Das Buch ist unglaublich schön gelayoutet, ich finde jede einzelne Seite wunderschön und auch die kleinen Geschichten zu jedem Rezept und die kreativen Namen für die Suppen finde ich nicht nur kreativ, sondern auch sehr liebevoll gestaltet. Die äußerliche Aufmachung würde also, wenn dies eine normale Rezension wäre, 5 volle Herzen bekommen. Man blättert es wirklich wahnsinnig gerne durch und stöbert darin.

In der Küche

Nun aber zum eigentlichen Kernaspekt eines jeden Kochbuchs: Die Rezepte. Dass sie schöne Namen haben, habe ich ja bereits gesagt. Aber das bringt ja alles nichts, wenn die Rezepte falsch oder kompliziert oder einfach nicht gut sind. Natürlich habe ich jetzt noch nicht jedes Rezept bis ins Detail betrachtet und erst recht nicht alles nachgekocht. Aber von dem, was ich ausprobiert habe, war ich auf jeden Fall überzeugt und begeistert. Die Suppen waren lecker und einfach nach zu kochen. Mit kleinen, raffinierten Extras wurden sie zu etwas Besonderem und soweit ich gesehen habe, gab es auch keine Fehler im Buch (was mir bei Kochbüchern in letzter Zeit häufig ein Dorn im Auge war).

Für den Magen

Wie oben schon erwähnt, bin ich schwierig was Essen angeht. Ich mag vieles nicht und habe auch einige Allergien und Unverträglichkeiten. Deshalb kann ich mit vielen Kochbüchern nichts anfangen – meistens finde ich nur wenige Rezepte, die ich mag und vertrage. „All you need is soup!“ war da eine positive Ausnahme, ich fand fast alle Rezepte interessant und habe nur selten Zutaten / Rezepte entdeckt, die ich nicht mochte oder nicht vertragen würde. Und die Suppen, die ich gekocht habe, waren auch auf jeden Fall lecker – obwohl sie von mir, dem ultimativen Küchenfaultier – gekocht wurden.

Fazit

Mich hat das Kochbuch auf jeden Fall überzeugt – in Optik, Umsetzung und Geschmack. Für alle, die Suppen lieben und neue Ideen brauchen, definitiv eine Empfehlung. :)

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Anmerkung: Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Knaur Verlag erhalten. Vielen Dank! :)

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2 Kommentare

  • Antworten Tatze 17. November 2016 um 20:58

    Hey Tasmin :)

    ich bin ein riesiger Suppenfan und konnte mich ja ab Herbst nur noch davon ernähren. :D Doch dafür fehlt mir noch die Vielfalt an Rezepten, so dass mir deine Rezension ganz gelegen kam. Jetzt werde ich mir das Kochbuch wohl kaufen müssten, damit es im Hause Bücherquatsch noch mehr Suppe geben kann. ;)

    Liebste Grüße.
    Tati

  • Antworten Bücher, auf die ich mich freue [Herbst 16/17] - Tasmetu 5. Januar 2017 um 22:07

    […] Jahr Suppen für mich entdeckt und da klingt dieses Buch doch perfekt oder? Mehr zu diesem Buch Hier geht es zu meiner Rezension Erscheinungsdatum: […]

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