Kolumnen / Autorenleben

Die erste Woche des NaNoWriMo | Autorenleben

8. November 2016,0 Comments
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Die erste NaNo Woche ist schon rum. Whaaaaaaat, wie verrückt ist das denn? 

Die erste NaNo Woche lief für mich eigentlich ganz gut. Tatsächlich hat sie mich aus meiner hardcore Schreibflaute geholt, die mich im Oktober heimgesucht hatte. Da hatte ich nämlich kein einziges Wort geschrieben und war irgendwo unter meinen Selbstzweifeln vergraben. Und ich will ehrlich sein: Die Selbstzweifel sind immer noch sehr präsent, dauernd nörgelt eine Stimme an meinem Manuskript herum oder überlegt sich, ob aufgeben und nie wieder schreiben eine Option ist. Ist es nicht.

Die ersten zwei Tage war ein wenig stressig, weil ich nicht viel Zuhause war, aber trotzdem habe ich jeden Tag das Soll von 1667 Wörtern geschafft. Und als ich am Freitag und Samstag richtig viel Zeit hatte, habe ich mir einen passablen Vorsprung aufgebaut, der mich hoffentlich gut durch die nächste, stressigste NaNoWriMo Woche bringen wird. Ich bin irgendwie sehr stolz auf mich und meine Leistung, aber gleichzeitig bleibt es bei milder Freunde und ist nicht die Euphorie die es sein sollte. Vielleicht versteht der ein oder andere von euch dieses Gefühl, wenn man eigentlich super happy sein sollte, aber gerade nur ein normales Lächeln zu Stande bringt. So geht es mir gerade. Vermutlich liegt es einfach generell am „Autorenleben“ – oder viel eher daran, dass mir die Realität (nämlich dass ich keinen Verlagsvertrag habe und nur Absagen bekommen und die Sache mit ProjektTS nichts geworden ist und ich immer noch nicht weiß, was nach dem Bachelor kommt obwohl der in einigen wenigen Monaten da ist) hart ins Gesicht schlägt und ich nicht so ganz weiß, wie ich damit umgehen soll. Die Tatsache, dass ich über Menschenhandel schreibe und schon seit Wochen lese, macht die Stimmung nicht gerade besser.

Apropo Menschenhandel. Ich lese aktuell „Blood and Earth“ von Kevin Bales für mein Buch und Oh! mein! Gott! – könnte dieses Buch BITTE ein deutscher Verlag übersetzen? Bales schreibt verdammt gut und anschaulich, das Buch beginnt sogar in Deutschland und wirft Fakten auf, Kleinigkeiten über die wir nie tiefer nachdenken, die einem so verdammt viel zu Denken geben und uns Dinge zeigen, auf die man gar nicht kommt. Dicke Empfehlung, auch wenn es mir für dieses spezifische Projekt nicht viel bringt, außer mehr Verständnis für dieses globale, totgeschwiegene Problem. Ich merke mittlerweile richtig, wie mich das Thema nicht mehr loslässt. Ich frage mich, wohin das noch führen wird.

 

Wie lief eure erste Woche beim NaNoWriMo?

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