Adventures Buchstabensalat

Mit einem Hörbuch auf Reisen

25. August 2016,1 Comment

Ich habe nur Handgepäck. Für vier Tage. Wie zur Hölle soll ich da noch ein Buch (oder zwei oder drei) hineinbekommen?


Um Geld zu sparen hatte ich für mein verlängertes Wochenende in Barcelona nur Handgepäck dazu gebucht (Reisebericht folgt wie immer auf meinem Reiseblog), und das war bereits mehr als voll. Ich stand vor meinem Rucksack, das Buch meiner Wahl in der Hand. Ich legte es weg, nahm es wieder zur Hand. Ohne ein Buch in den Urlaub? Haha, niemals. Ich brauchte eine Lösung.

Am Ende überlegte ich, welche Alternativen ich hatte. Einen eBook-Reader habe ich nicht (und er würde ohnehin nicht in mein Gepäck passen), auf dem Handy lese ich ziemlich ungern. Aber es gibt ja noch eine dritte Möglichkeit: Hörbücher.

Natürlich sind Hörbücher nicht die optimale Wahl wenn es um Städtereisen geht, aber ich würde ohnehin nur am Flughafen und am Strand lesen. Warum also nicht?
Ich stöberte beim Hörbuch-Anbieter audible, mit denen ich für diesen Beitrag eine Kooperation eingegangen bin, und lud mir die dazugehörige App aufs Handy. Ich entschied mich für „Die vielen Leben des Harry August“ von Claire North, es stand schon lange auf der Wunschliste und ich habe bisher nichts als Gutes gehört. Jetzt musste ich nur noch den Mut finden, mein wunderschönes Print-Buch daheim zu lassen. Es war seltsam, wegen so einer „Kleinigkeit“ nervös zu werden, aber das war ich. Ein Buch in der Hand zu halten gibt einem Sicherheit, vor allem in der aufregenden und gleichzeitig langweiligen Wartezeit an Flughäfen. Ein Buch in der Hand zu halten hilft einem, wenn man sich in der fremden Stadt plötzlich alleine fühlt.

Aber eigentlich ist es ja nicht das Papier, das einen festhält. Es sind die Geschichten, die uns gefangen nehmen und den Flughafen zu einer anderen Welt werden lassen. Wenn der Lärm der Urlauber verblasst und die fesselnde Stimme des Sprechers alles ist, was du wahrnehmen kannst, dann bringt ein Hörbuch mindestens genau so viel wie das klobige Taschenbuch. Man fliegt weit über dem Alltag und bekommt eine Geschichte erzählt. Versinkt in ihr wie in dem Anblick der Wolken vor dem Fenster. Man lauscht Abenteuern, während man selbst eins erlebt. Man hat Reisebegleitung, selbst wenn man (so wie ich in diesem Fall) alleine unterwegs ist.
Eigentlich gar nicht so schlecht.

Ich habe zuvor noch nie ein Hörbuch im Urlaub gehört. Dabei eignen sie sich vor allem für Roadtrips ungemein. Aber es ist nie schlecht, etwas neues zu wagen. Ein Mini-Abenteuer quasi.

Natürlich schaffte ich es am Ende doch nicht, mein Printbuch dazulassen, denn überraschenderweise hatte ich dann doch ein freies Gepäckstück. Mein Buch blieb aber tatsächlich fast gänzlich unangetastet. Stattdessen lauschte in dem Hörbuch. Irgendwie verrückt.

Seid ihr schon einmal mit (nur) einem Hörbuch auf Reisen gewesen?
Was nehmt ihr mit in den Urlaub: Print, eReader oder Kopfhörer? 

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1 Kommentar

  • Antworten Wolfg 3. September 2016 um 12:44

    So verlockend ein Hörbuch sein kann, für mich ist es keine Alternative zum Print oder zu einem Ebook.
    Der Grund (für mich) ist ganz einfach. Ich schlafe ein wenn mir eine Geschichte vorgelesen wird.
    Das ist mir oft bei diversen Podcasts so ergangen und auch bei den wenigen Versuchen mit Hörbüchern.
    Zudem verfälscht die Stimme und die Stimmung des Vorlesers meiner Meinung nach die eigene Vorstellung des Buches, ähnlich wie ein verfilmtes Buch niemals meine eigene Phantasie erreichen kann.
    Aber wie schon zu Beginn erwähnt, ist das meine höchst persönliche Empfindung.

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