Kolumnen / Autorenleben

Von Absagen und Versagen

12. Mai 2016,17 Comments
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Absagen tun weh. Egal auf welcher Ebene, sei es nun beruflich, privat oder – was ganz besonders schmerzhaft ist – bei dem großen Traum. Wie bei meinem Traum, Autorin zu werden. 

Wenn der Traum in Zeitlupe zerbricht

Ich habe in den letzten Wochen (wie im Monatsrückblick bereits erwähnt) ziemlich viele Absagen auf unterschiedlichen Ebenen erhalten. Das hat mich ziemlich fertig gemacht, denn niemand spricht darüber und ich fühlte mich damit vollkommen allein und: nicht gut genug. Das Gefühl ist mir nur all zu vertraut und ist es einmal da, breitet es sich in meinem Geist aus wie schwarze Tinte in einem Wasserglas.
Vor allem bei der Verlagssuche kam es immer wieder zu diesem Moment. Ich verschicke derzeit mein Manuskript von Avaly an die Verlage. Ich weiß, dass es gut ist (wenn auch nicht perfekt. Aber welches Buch ist das schon?). Ich weiß, dass ich mit Leib und Seele Autorin werden will. Dass ich das kann. Ich will mein Buch in der Buchhandlung sehen. Ich werde mein Buch in der Buchhandlung sehen. Ich würde alles aufgeben, wenn es sein muss. Ich bin Autorin, nur scheine ich die Einzige zu sein, die das so sieht.
Mit jeder Mail oder mit jedem Brief, in dem die standardisierte Antwort à la „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir derzeit keine Möglichkeit sehen, Ihren Text in unser Verlagsprogramm aufzunehmen“ steht, zerbricht etwas. Meine Motivation zerbricht. Dann sage ich mir immer „Hey, es sind noch 1,2,3,4,5 Verlage im Rennen. Nicht aufgeben!“. Aber dann kommt die nächste Absage und ich spüre, wie mein großer Traum in Zeitlupe zerbricht.

Nicht gut genug

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, einen Verlag zu finden. Ich weiß, dass die Verlage unzählige Manuskripte bekommen. Ich weiß, dass ich keine Agentur habe (weil diese mir auch abgesagt haben, oder viel mehr: sich nie gemeldet haben) und deshalb schon schlechtere Karten habe. Ich weiß, dass ich aus Zeitgründen nie eine detaillierte Antwort bekommen werde, wieso sie mich nicht wollen. Man kann ja schon froh sein, wenn man überhaupt eine Antwort erhält und man nicht einfach ignoriert wird und dann nach 5 Monaten resigniert feststellen muss, dass das wohl ein sehr unhöfliches „Nein, danke, dich wollen wir nicht“ war. Ich weiß das alles, aber es macht es nicht weniger schmerzhaft.
Denn jedes „Nein“ ist in meinem Kopf ein „Du bist nicht gut genug“. Natürlich ist das quatsch. Aber was sonst sollte man aus einem Copy-Paste-Standard-Absagetext herauslesen? Schließlich geht es hier um meinen Traum. Meinen Traum, für den ich jeden verdammten Tag hart arbeite. Für den ich alles tun würde.
Ich will aus meinen Fehlern lernen. Doch aus den Standardantworten lässt sich nie schließen, an was es gescheitert ist. War es das Exposé? Der Schreibstil? Der Plot? Mein Anschreiben? Passte ich nur nicht ins Verlagskonzept? War es einfach alles grauenvoll? Wenn ich nicht weiß, woran es liegt, kann ich es nicht besser machen. Das ist mindestens so beschissen wie die Absage selbst.
Zurück bleibt nur das Gefühl, dass es nicht gereicht hat. Dass es nicht gut genug war und dass man nichts tun kann um das zu ändern.

Wenn ich schweige bin ich stark

Dann sitzt man da, mit der Absage in der Hand und man fühlt, wie dieser schwere Stein einen nach unten zieht. Immer tiefer hinein in das „Ich werde es nie schaffen“-Loser-Land. In die „Vielleicht sollte ich einfach aufgeben“-Dystopie.
Man sitzt da, vollkommen alleine. Irgendwann kommen Freunde und Familie und fragen fröhlich, ob man schon Antworten bekommen hat. Man druckst herum und murmelt dann etwas von „Verlagskonzept“ und „nächstes Mal“. Man traut sich nicht, es laut auszusprechen. Es im Internet zu posten kommt einem gar nicht in den Sinn, denn es würde die eigene Schwäche offenbaren. Denn im Internet zeigen sich immer alle nur von der besten Seite, man sieht dort dauernd unterschriebene Verlagsverträge, publizierte Bücher und generell alles was man selbst gerne hätte, was man aber nicht hat.
Wenn man posten würde: „Hey, ich habe heute meine 7. Absage bekommen!“ würde man maximal Mitleid bekommen. Mitleid macht aber nichts besser – im Gegenteil. Es verstärkt das Gefühl des „nicht gut genug seins“. Und seien wir mal ehrlich: Wer will schon Mitleid?
Warum spricht niemand darüber?
Anstatt den Schmerz zu teilen, schweigen wir. Wollen nicht, dass andere unseren Misserfolg sehen. Wollen nicht, dass die anderen ebenfalls denken, wir seien nicht gut genug.
Die Einzigen, die über Absagen schreiben sind in der Regel unglaublich bekannte Autoren wie J.K. Rowling. Natürlich motivieren solche Geschichten, doch am Ende ist Rowling doch verdammt weit weg. Niemand wird je den nächsten Harry Potter schreiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass du durch eine Fantasyreihe Millionärin wirst, ist ziemlich gering. Demnach hat Rowling gut reden: Sie hatte ihren Erfolg schon. Im Nachhinein lässt es sich gut über die Misserfolge sprechen, aber wenn man mitten drin steckt, schweigt man, um nicht schwach zu erscheinen.
Und weil alle schweigen, ist man mit den Scherben seines Traums alleine.
Auch mir fällt es gerade schrecklich schwer, diese Kolumne zu tippen. Ich höre förmlich das Lachen derer, die es mir nicht gönnen oder die bereits Bücher auf dem Markt haben. Meine Finger zittern und mein Kopf schreit mich an, dass ich es hiermit offiziell mache: Ich bin nicht gut genug. Ich bin ein Loser. Ich bin die, die niemand will. Ich bin die mit dem zerbrochenen Traum.

Generation Ich-kann-alles-sein

Die Leute meiner Generation haben seit sie krabbeln können gesagt bekommen, sie könnten alles sein. Egal wie verrückt der Traum ist, du kannst ihn schaffen. Egal was du sein möchtest, sei es! Wenn du für deine Träume arbeitest, werden sie sich erfüllen.
Ich mag diese Einstellung. Ich wurde selbst so erzogen, bekomme es jeden Tag von YouTubern, Twitterern und Freunden zu hören. Auch ich selbst sage solche Phrasen andauernd. Ich glaube daran.
Aber dann arbeitet man richtig hart und steht am Ende nur mit Absagen da. Man fühlt sich beschissen und sagt nichts, denn man kann ja trotzdem alles sein. Alle anderen können doch auch alles sein, alle anderen feiern doch ihre Erfolge, wenn die das können kann ich das auch. Mir stehen doch alle Türen offen, zumindest wurde mir das erzählt. Ich muss nur noch etwas härter arbeiten, noch mehr aufgeben, es so lange versuchen bis es klappt. Oder bis ich eben aufgebe.
Denn egal, wie sehr wir der Überzeugung sind, alles sein zu können: Für jeden Traum braucht es mindestens eine (einflussreichere) Person, die JA zu uns sagt. Der Lektor, der sich traut dich ins Verlagsprogramm aufzunehmen. Die Agentur, die an dich glaubt. Der Personaler, der dir den lang ersehnten Job gibt obwohl du vielleicht gar keine Berufserfahrung hast oder schon zu alt bist. Jemand, der dich finanziell unterstützt. Die Jury, die bei einer Talentshow den Buzzer drückt. Jemand, der dein Potenzial erkennt und mutig genug ist, in dich zu investieren.
Manchmal gibt es diese Person aber nicht. Oder zumindest scheint es so.

Nicht aufgeben

So sehr sich Absagen auch nach Versagen anfühlen, darf man trotzdem nicht aufgeben. Auch wenn die JA-Person noch fehlt, auch wenn man immer wieder auf die Nase fällt, auch wenn es noch so aussichtslos erscheint: Wenn es dein Traum ist, kämpfe. Schreib weiter, schreib ein anderes Buch, lerne dazu, lerne aus deinen Fehlern so weit das möglich ist, mach weiter.
Nicht alle können mit 20 ihren ersten Bestseller landen. Nicht jedes Projekt wird die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient. Nicht jedes Talent wird gefördert. Das ist ungerecht und scheiße. Vor allem wenn man alles dafür gibt. Vor allem wenn man weiß, dass man es drauf hätte, wenn denn endlich jemand kommen würde und einfach mal „Ja“ sagt.
Aber dennoch. So schlecht ich mich fühle und so sehr ich mich frage, weshalb ich das alles mache und warum ich einfach nicht gut genug bin… es ist mein Traum. Und einen Traum gibt man nicht auf.

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17 Kommentare

  • Antworten Ninespo 12. Mai 2016 um 8:38

    Hi du,

    mir geht es ganz ähnlich wie dir. Ich bin im letzten Mastersemester, habe neben dem Studium gearbeitet und leider kein einziges Praktikum gemacht. Dafür war einfach keine Zeit, wenn man sich und sein Leben irgendwie finanzieren muss. Obwohl ich bei meiner Mama lebe und ihr sehr dankbar dafür bin. Aber es hätte einfach nicht gereicht.
    Ich habe, ähnlich wie du, auch einen Traum. Und enorm viel Angst. Ich würde gerne zum Fischer Verlag. Ein Volontariat wäre nach dem Studium das größte Geschenk, das man mir machen könnte. Einfach mal in das Verlagswesen reinschnuppern, Erfahrungen sammeln. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie gerade dann einen Platz frei haben, wenn ich komme und ausgerechnet mich nehmen, die keine Vorerfahrung hat, das geht gegen Null. Dennoch sagen mir alle: Du wirst deinen Weg gehen. Du wirst einen Platz bekommen.
    Schon um meinen Studienplatz musste ich bangen, da war eine gehörige Portion Glück im Spiel. 4 Absagen später, 1 Wartesemester (zugegeben, das ist nicht viel, für mich aber war es belastend) später habe ich im Nachrückverfahren den heiß ersehnten Studienplatz in Germanistik bekommen. Ich hatte wieder einen Plan. Und nun, knapp 5 Jahre später, stehe ich wieder vor dieser Ungewissheit. Wird es klappen? Bin ich gut genug? Reichen meine Noten aus, um trotz fehlender Erfahrung nicht direkt aussortiert zu werden?
    Ende Mai will ich die Bewerbung initiativ absenden. Man wird sehen, was geschieht.

    Was ich damit sagen will: Du bist nicht alleine. Wir Germanisten sind universell einsetzbar, so sagt man. Du weißt, wo du hin willst. Ich glaube daran, dass es jemanden gibt, der zu dir „Ja!“ sagen wird. Ich glaube fest daran, weil ich es dann auch für mich glauben darf. Glauben kann. Meine große Zukunftsangst, die mich vor wenigen Wochen noch richtig runter gerissen und fertig gemacht hat, hat mich in Behandlung bei einer Kinesiologin gebracht. Vielleicht wäre das auch was für dich?
    Wie du hatte ich das Gefühl, mich niemandem offenbaren zu dürfen, obwohl meine Mama, mein Freund und meine Freundinnen alle für mich da sind. Aber dieses Wissen sperrt man aus. Man hat Angst, aber genau da liegt der Fehler. Scheitern ist menschlich, es gehört dazu und macht dich im besten Fall stärker. Und du, liebe Tasmin, scheinst mir eine starke Person zu sein. Ich finde es unheimlich stark von dir, dich auf diese Weise dazu zu äußern.
    Avaly klingt für mich, als Leseratte und Germanistin, von dem (wenigen) was ich bisher weiß, wirklich interessant und lesenswert. Und wenn dich kein Verlag will, probier es erstmal mit einem Selfpublish. Danach kannst du immer noch mit deinem Buch zu einem Verlag gehen. Viele Blogger, die auch Autoren sind, haben erst durch das Selfpublish letzendlich einen Verlagsvertrag bekommen. Glaub daran! Du hast nichts zu verlieren, wenn du dein eigener Verleger wirst. Nur Mut, dein Buch will gelesen werden, also wird es das auch.

    Es tut mir leid, dass dieser Kommentar so wirr ist. Wie du gemerkt hast, betrifft mich diese Angst selbst auch. Zwar habe ich bisher noch keine Absage bekommen (kein Wunder, die Bewerbung ist ja auch noch nicht geschickt xD), aber ich rechne lieber fest mit ihr, als meine Hoffnungen zerbrechen zu sehen. Ich kann also gut nachvollziehen, wie es dir geht. Aber egal wie schwer dein Weg ist, du bist dazu gemacht, ihn zu bestehen. Meine Kinesiologin meinte, ich würde mit dem Kopf durch eine Steinmauer gehen, um mein Ziel erreichen zu können. Und genau das glaube ich auch von dir. Zwar kenne ich dich nur von Twitter, deinen Artikeln und den Videos, aber du scheinst mir nicht über starke Frauen lesen zu müssen, du bist selbst eine!

    Ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube daran, dass unsere Generation wirklich alles machen kann. Aber wir müssen das auch erst lernen. Und wenn es über den gebräuchlichen Weg nicht geht, muss man eben kreativ werden. Und als Autorin bist du das. Ich drücke dir die Daumen!

    Liebe Grüße
    Nina

    • Antworten Tasmetu 13. Mai 2016 um 13:05

      Liebe Nina,

      vielen vielen Dank für deinen Kommentar. Und auch danke für deine Offenheit & Ehrlichkeit.
      Die Zukunfts- & Versagensangst in Sachen Berufswahl & Studium begleitet mich momentan auch täglich und treibt mich schier in den Wahnsinn. Mag sein, dass mir deshalb die Verlagsabsagen auch so nahe gehen.
      Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen für deine Bewerbung. Ich glaube an dich. Und wenn es da nicht klappt, dann geh zu anderen Verlagen und wechsel dann irgendwann in deinen Traumberuf. Du kannst das schaffe! :)
      Danke für die vielen Komplimente und das Mut machen <3

  • Antworten Frenzy 12. Mai 2016 um 13:52

    Danke, Tasmin, danke.
    Dieser Beitrag, so bedrückend sein Inhalt auch auf eine gewisse Art sein kann, so wichtig ist er auch. Deswegen, danke, für deinen Mut, damit an die Öffentlichkeit des Internets zu gehen. Gerade dahin, wo alle ihre Misserfolge hinter auf Hochglanz bearbeiteten Instagram-Filtern und wie-schön-ist-das-Leben-Tweets verstecken. Eine Welt, in der Scheitern nicht anerkannt und als erster Schritt zur Weiterentwicklung gesehen, sondern bemitleided, vielleicht sogar belächelt wird.
    Ich kann dir keine Worte des Trosts spenden – die vielleicht auch gar nicht gewollt sind – denn davon, ein Manuskript an einen Verlag zu schicken, bin ich noch in etwa so weit entfernt, wie die Menschheit davon das Universum zu verstehen oder auch davon einen wirklich originellen Superheldenfilm zu erleben. Im Moment kämpfe ich noch damit, ein Projekt überhaupt abzuschließen, einfach nur „Ende“ unter einen Text zu schreiben. Und das, liebe Tasmin, das hast du schon erreicht. Deswegen schicke ich dir mit diesem Kommentar kein Mitleid, sondern eine gehörige Portion Respekt!
    Du hast meinen Respekt dafür, dass du ein Projekt beendet hast, dass du den Mut hattest es an Verlage zu schicken und dass du trotz schmerzhaftem Scheitern nicht aufgibst.
    In der heutigen Zeit, in unserer Generation, ist tatsächlich so viel möglich, dass uns die schiere Menge an Möglichkeiten manchmal zu ersticken scheint. Die Kunst ist jetzt, die richtige Möglichkeit zu finden und sie zu ergreifen. Ich bin sicher, dass du diese Möglichkeit entdecken und nutzen wirst.

    xo,
    Frenzy

    • Antworten Tasmetu 13. Mai 2016 um 13:08

      Liebe Frenzy,

      vielen vielen Dank. Ja, es ist glaube ich einer der bedrückensten Artikel auf meinem Blog. Ich versuche ja immer positiv zu sein, aber manchmal geht es eben einfach nicht. Und dann muss eben auch mal mutig genug sein, die hässliche Seite zu zeigen. Auch wenn mir trotz des vielen Zuspruchs und den erstaunlichen Berichten von Gleichgesinnten immer noch ein bitterer Geschmack des Ich-bin-nicht-gut-genug-andere-finden-das-bestimmt-total-Übertrieben-und-lachen-mich-aus-und-sagen-dass-ich-nur-Mitleid-will-etc bleibt. Andererseits tut es aber auch gut. Einfach dazu zu stehen, dass das Leben eben nicht immer so läuft wie man es sich vorstellt.
      Danke danke danke <3 Respekt ist ohnehin etwas, dass es kaum gibt. Also ein riesiges DANKE!

  • Antworten ThatYvo 12. Mai 2016 um 21:27

    Träume träumt man, Ziele erreicht man ;) Und um ans Ziel zu kommen, brauchst du nur dich. Solange du es willst und alles dafür tust, hast du dir nichts vorzuwerfen… also scheiß auf die Absagen. Es ist vielleicht für Verlage oder Agenten nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit, aber das heißt nicht, dass es nie was wird. Ich hab ja nun selbst noch kein Buch veröffentlicht, weiß aber, dass der Weg zum Verlagsvertrag ist verdammt hart. Ich hab bisher einige Freunde dabei unterstützt und es hat Jahre gedauert, aber es wäre auch nicht möglich gewesen, wenn der beständige Wille es zu schaffen nicht da gewesen wäre. Manchmal muss man Kompromisse machen, aber es ist okay, wenn man das nicht will. Wenn du das Buch zum Beispiel um jeden Preis veröffentlichen willst, gibts einen Weg. Wenn es unbedingt bei einem Verlag erscheinen soll – auch okay. Aber dann musst du dich damit abfinden, dass es jetzt nichts wird. Geh weiter, fang ein neues Projekt an und versuchs nochmal. Vielleicht hast du damit Erfolg und kannst Avaly doch noch auspacken. Du stehst noch ganz am Anfang und du hast rein gar nichts zu verlieren. Lass dich nicht davon runterziehen. Du bist genug. Du darfst nur nicht aufhören.
    Ich kann dir dazu „Paper Hearts“ von Beth Revis (https://lectureoflife.wordpress.com/2015/12/10/schreibratgeber-paper-hearts-beth-revis/) empfehlen. Sie erzählt, wie sie 10 Jahre an ettlichen Manuskripten gearbeitet hat, immer wieder Absagen eingefangen hat und irgendwann doch Glück hatte – weil sie dran geblieben ist und weil es der richtige Moment war. Good things come to those who wait^^ :*

    • Antworten Tasmetu 13. Mai 2016 um 13:56

      Liebe Yvo,

      vielen Dank für deine wahnsinns Motivation. Du warst ja überhaupt der Grund weshalb ich den Artikel geschrieben habe. :D
      Deinen Blogpost sehe ich mir auf jeden Fall an, danke für den Tipp :)
      Aber in einem Punkt hast du nicht ganz recht: Good things come to those who WORK :D <3

      • Antworten ThatYvo 17. Mai 2016 um 13:02

        Ja, so meinte ich das eigentlich auch^^ Also nicht abwarten und nichts tun, sondern immer weiter machen und nich aufgeben :) :D

  • Antworten Giv. 14. Mai 2016 um 15:09

    Vielleicht solltest du die Aussage „Ich habe schon sieben Absagen für mein Buch bekommen und ihr so?“ wirklich mal in den sozialen Medien posten. Das ist 1. alles andere als Mainstream und wird 2. deswegen für Aufmerksamkeit sorgen und 3. bin ich überzeugt, dass viele hinter dir und deinem Projekt stehen :-)
    Kopf hoch und kämpfe weiter, es lohnt sich! ♥

    • Antworten Tasmetu 17. Mai 2016 um 12:14

      Naja genau das habe ich ja mit diesem Blogpost getan :D
      Obwohl man ja dazu sagen muss dass die Anzahl der Absagen relativ ist. Wenn du (wie ich) ein Fantasy Projekt hast, gibt es deutlich weniger mögliche Verlage als bei einem Roman. :)
      Danke <3

  • Antworten Henrik 14. Mai 2016 um 15:39

    Hallo Tasmin!

    Das dein Baby noch keinen Platz bekommen hat, ist schade. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das noch passieren wird. Schließlich habe ich es gelesen und für gut befunden und ich weiß sehr genau, dass es auch vielen Anhängern des Genres so gehen würde.

    Die ganzen Absagen sollten die eher das Gefühl vermitteln, an deinem Traum weiter zu haften und daran zu arbeiten, ihn zu verwirklichen. Mag sein, dass der Weg länger ist, als andere. Aber es ist dein Erstling. Du willst nur das Beste dafür. Also mach dein Kopf hoch, atme ein bisschen durch, schöpfe ein bisschen neue Energie und mach genau da weiter, wo du aufgehört hast.

    Mein Manuskript ist längst noch nicht fertig, es erweist sich als mega schwierig, es fertig zu stellen. MEine Zeit dafür ist sehr knapp, Regelmäßigkeit gab es auch schon länger nicht. Dafür ist aber jede freue Minute mit dem Projekt reine Herzenssache und wird ausgekostet.

    Liebe Grüße
    Henrik

    • Antworten Tasmetu 17. Mai 2016 um 12:16

      Danke für die liebe Motivation <3 Es hilft mir sehr <3
      Das ist auch das wichtigste. Jede Geschichte hat ihr eigenes Tempo, ihre eigenen Umstände. Das, was alle vereinen sollte ist die Leidenschaft dahinter. Ich würde sagen, wir machen einfach beide weiter. :) <3

      • Antworten Henrik 23. Mai 2016 um 19:00

        Ja, im Tempo der Geschichte.

        Gerade komme ich 1 Stunde in der Woche dazu, aber diese 1 Stunde ist es mir wert, dran zu bleiben. :)

  • Antworten Marie Priwitzer 16. Mai 2016 um 16:08

    Das ist wohl die Angst eines jeden Autors, was du da beschreibst. Du hattest sicher auch einige Testleser, oder? Wenn es denen gefallen hat, wird sich schon irgendwann jemand aus einem Verlag finden, der das genauso sieht. Im Endeffekt sind solche Absagen ja auch oft Einzelmeinungen. Und wenn nicht: Hast du schonmal über Selfpublishing nachgedacht? Dieser Weg ist natürlich auch nicht leicht und hat so seine Nachteile, aber es gibt ja durchaus Positivbeispiele. Leute, die es dann irgendwann durch ihren Erfolg zu einem Verlag geschafft haben. Wenn du dein Buch wirklich veröffentlichen willst (und danach sieht es ja aus ;) ) wirst du einen Weg finden.
    Liebe Grüße
    Marie

    • Antworten Tasmetu 17. Mai 2016 um 12:22

      Ja na klar hatte ich Testleser :D Habe bisher tatsächlich noch keine richtig negative Meinung zum Gesamtkonzept.
      Ich weiß schon, ich verstehe das ganze Konzept hinter den Absagen und bin da ja auch niemandem böse oder so. Es ist immer nur ein ziemlicher Dämpfer ;)
      Selfpublishing ist so eine Sache. Ich hab da nichts gegen, glaube aber nicht dass es für mich das Richtige ist. V.a. weil ich es wenn dann richtig gut machen will und da muss man dann eben reininvestieren (Cover, Lektorat, Marketing, etc etc) und das Geld dafür fehlt mir leider. :/
      Ja ich hoffe doch :)
      Danke :)
      Liebe Grüße

  • Antworten Monatsrückblick | Mai 2016 - Tasmetu 31. Mai 2016 um 7:34

    […] Ich habe ja bereits in meinem Post über Absagen geschrieben, wie sehr mich derzeit die Verlagsabsagen runterziehen. Das rührte aber nicht allein daher, sondern generell von meiner Zukunftsangst. Ich […]

  • Antworten Christine 2. Juni 2016 um 11:40

    Was für ein guter und toller Text. Ich kann eigentlich nicht viel dazu hinzufügen, da du eigentlich alles perfekt in Worte gefasst habe. Als selbstständige Fotografin und noch dazu in der Modebranche verstehe ich dich einfach zu 1000% und kann das alles absolut nachvollziehen bzw. kenne all diese Gefühle nur zu gut.

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