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Das Gegenteil von Einsamkeit | Rezension

15. Dezember 2015,3 Comments
roh_wassoll

Das Gegenteil von Einsamkeit

Marina Keegan

Übersetzt von: Brigitte Jakobeit

Verlag: argon Hörbücher, dtv

Seiten: 288 | Ausgabe: 2015

ISBN: 978-3100022769

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Die Autorin:

Marina Keegan, 1989 geboren, war eine amerikanische Schriftstellerin, Journalistin und Studentin. Sie starb 2012, 5 Tage nachdem Sie ihr Studium an der Yale Universität abgeschlossen hatte, bei einem Autounfall.

Die Story:

Bevor Marina Keegan viel zu jung starb, schrieb sie viele Essays, Artikel und Kurzgeschichten. Die besten sind in diesem Buch zusammengefasst.

Meine Meinung:

Es bricht mir das Herz. Es bricht mir so sehr das Herz, dass dieses Buch alles ist, was wir je von Marina Keegan lesen werden. Allein diese wenigen Seiten, die uns von ihrem Talent übrig blieben, haben mich so in ihren Bann geschlagen und berührt und zum Nachdenken gebracht, dass ich süchtig nach ihren Geschichten und Texten geworden bin. Doch dieser Sucht werde ich nie nachgehen können – denn es wird nie mehr geben als das, was wir haben.
Ihr Fingerspitzengefühl bei der Wahl ihrer Worte, die Stimme die durch diese gedruckten Zeilen dringt, all das gelingt ihr scheinbar mühelos. Und doch wird klar, dass sie es selbst es gerne noch 100 Mal bearbeitet hätte, denn sie folgt ihrem Motto: Es geht immer noch besser.
Doch ich finde, dass das bisschen, was ich von ihr lesen (bzw hören – ich habe es als Hörbuch gehört) dürfen, schon beeindruckender, nachhaltiger und aussagekräftiger ist als vieles, was ich bisher gelesen habe.
„Das Gegenteil von Einsamkeit“ ist eines dieser Bücher, in denen man alles markieren möchte, sich Zitate an die Wand malen, Textstellen nachschlagen und immer und immer lesen möchte um zu sehen, wie sich die eigene Ansicht auf das Buch verändert – und wie das Buch einen selbst immer wieder verändert.
Ich habe es nur als Hörbuch auf Spotify gehört, möchte es mir aber unbedingt noch in mein Regal stellen – um mir meine liebsten Stellen zu markieren, um es in der Zukunft noch einmal zu lesen, um mich wieder und wieder zwischen die Zeilen ziehen zu lassen, um meine Gedanken um ihre Aussagen winden zu lassen und um diese Meisterin der Worte gebührend zu würdigen.

Es wird nie mehr geben, als das, was wir haben – und das ist zugleich wundervoll und schrecklich.

Nächstes Buch: Throne of Glass (2) – Sarah J. Maas

5 Stars

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3 Kommentare

  • Antworten FrauPixel 17. Dezember 2015 um 6:07

    Du hast so recht. Ausrufezeichen! Ich mochte ihren Stil und ihre Geschichten so sehr, sie hätte noch viel mehr schaffen können.
    Interessehalber: Wie fandest du die Episode im U-Boot?

    • Antworten Tasmetu 4. Januar 2016 um 14:16

      Danke dir :)
      Oh das müsste ich nochmal nachlesen, das mit dem Uboot habe ich gerade nur noch verschwommen im Gedächtnis.

  • Antworten Ein ganzes halbes Jahr | Rezension - Tasmetu 27. Februar 2016 um 11:42

    […] Nächstes Buch: Das Gegenteil von Einsamkeit – Marina Keegan […]

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