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Romane vs. Drehbücher | Ein Abend bei Droemer Knaur

3. November 2015,3 Comments
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Jedes Jahr veranstalten die Azubis des Verlags Droemer Knaur eine Lesung. Dieses Jahr waren 3 Autoren eingeladen, die sowohl Romane als auch Drehbücher schreiben und außerdem wurde das Ganze mit einem kleinen Bloggertreffen kombiniert. Ich hatte das Glück, dabei sein zu dürfen.

Es war das erste Mal, dass ich das Gebäude von Droemer Knaur besucht habe und ich war – v.a. durch die Dunkelheit – doch etwas orientierungslos. Aber die Azubis hatten gut vorgesorgt: Sie fingen einen gleich am Eingang ab und brachten einen in den Raum der Veranstaltung. Es war mit sehr viel Liebe hergerichtet und dekoriert worden – es gab Popcorn und Cola, ganz wie im Kino.

Zuerst standen wir ein wenig an den Stehtischen, man tauschte sich aus und lernte sich kennen. Leider kam ich (zu meiner Überraschung) nicht mit anderen Bloggern in Kontakt, dafür aber mit Verlagsmitarbeitern, Auszubildenden, Werkstudenten, etc, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Einen ganz lieben Gruß an dieser Stelle!

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Dann begannen die Lesungen. Zuerst las Monika Bittl aus ihrem neuen Roman „Das Fossil“ vor, welches Anfang Oktober erschienen ist. Ich hörte ihr gerne zu und wurde sehr neugierig auf dieses für mich so untypische Buch.

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Dann las Markus Stromiedel aus seinem dystopischen Thriller „Zone 5“, der erst im Dezember erscheint. Und obwohl sein Buch gar nicht mein Genre ist, war ich beeindruckt von seiner Fähigkeit vorzulesen und v.a. von der anschließenden Diskussion zum Thema Dystopie, Kritik und Zukunftsvisionen.

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Abschließend las Nicole Walter aus ihrem neuesten Roman „Regenbogentänzer“ vor, der gestern (2.11.) erschienen ist. Ich war sofort im Bann des Buches und verliebt in die Charaktere. Auch hier war die anschließende Diskussion zum Thema psychische Krankheiten sehr interessant und ich hätte stundenlang dort sitzen und diskutieren und reden können.

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Mittlerweile war es allerdings schon relativ spät und ich sah ab und an nervös auf die Uhr – aber für die letzte Diskussionsrunde des Abends lohnte es sich zu bleiben. Alle 3 Autoren stellten sich den Fragen rund um das Thema „Drehbücher vs. Romane“ und erzählten von Ihren Erfahrung, was ich – als jemand der früher unbedingt fürs Fernsehen arbeiten wollte aber gleichzeitig ihr ganzes Leben davon träumt auch Autorin zu werden – durchaus lehrreich fand.

So erfuhren wir, dass es eine ganz andere Erfahrung ist, ein Drehbuch zu schreiben als einen Roman. Für ein Drehbuch braucht man Teamwork, es kann auch mal unangenehm werden, der Autor tritt hinter dem Werk zurück, oft ist es gar nicht das, was er/sie schreiben würde und man wird oft nicht angemessen respektiert – doch alle drei lieben die Zusammenarbeit und den Prozess trotz der Schattenseiten. Bei Romanen wurde Sie ganz euphorisch, denn alle drei teilten die Meinung, dass es wunderschön ist, beim Roman so viele Freiheiten zu haben. Allerdings half ihnen ihre Arbeit als Drehbuchautoren auch dabei der Fiktion Grenzen zu setzen und Gedanken zu Bilder werden zu lassen um diese dann mit Worten zu formen. Natürlich ist auch ein Roman viel Arbeit, doch allen drei merkte man deutlich an, wie sehr sie ihren Beruf lieben.

Da ich selbst schreibe und gerade ängstlich und nervös auf Feedback von meiner ersten Manuskripteinsendung warte, gab mir diese Runde – und vor allem die kurzen Gespräche mit den Autoren im Anschluss – wieder neuen Mut. Als ich später nach Hause fuhr, kribbelten mir die Finger, weil ich unbedingt schreiben wollte.

Nach der Diskussion gab es ein kleines Buffet, man konnte sich die Bücher signieren lassen und sich noch unterhalten. Zwar blieb ich nicht mehr lange, doch es war ein gelungener Abschluss. Monika Bittl und ich waren uns einig, dass wir uns irgendwoher kannten, kamen aber beide nicht darauf, woher eigentlich und Nicole Walter war mir so sympathisch, dass ich sie am liebsten in meinen Rucksack gepackt und mitgenommen hätte. Sie war es auch, die mit meiner Schreiberei besonders viel Mut machte und sollte sie diesen Artikel lesen, möchte ich mich noch einmal dafür bedanken. Solche kleinen Gesten geben einem ganz oft den Mut, den Arschtritt, die Motivation, die man gerade braucht.

Auch an das ganze Team von Droemer Knaur (allen voran die Azubis) natürlich ein DANKE – der Abend war eine schöne Erfahrungen und sehr gelungen.

 

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3 Kommentare

  • Antworten Nicole Walter 10. November 2015 um 11:05

    Liebe Tasmin,
    vielen Dank :) Auch für mich war es ein sehr schöner Abend und ein Gewinn, Dich kennengelernt zu haben.
    Weiterhin viel Erfolg und vor allem Freude beim Schreiben.
    Ganz lieben Gruß
    Nicole Walter

    • Antworten Tasmetu 11. November 2015 um 20:17

      Danke dir, das bedeutet mir wirklich viel :)

      Liebe Grüße

  • Antworten Regenbogentänzer | Rezension - Tasmetu 12. November 2015 um 8:01

    […] Ich habe dieses Buch beim Lesungsabend von Droemer Knaur bekommen – vielen […]

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