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Noch so eine Tatsache über die Welt | Rezension

19. November 2015,4 Comments
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Sie werden nie alt werden. So wie wir, die Hinterbliebenen, alt werden.

Noch so eine Tatsache über die Welt

Brooke Davis

Übersetzt von: Ulrike Becker

Verlag: Kunstmann

Seiten: 280 | Ausgabe: 2015

ISBN: 978-3956140532

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Die Autorin:

Brooke Davis stammt aus Australien und wurde bereits zu ihrer Studienzeit mit mehreren literarischen Preisen geehrt. „Noch so eine Tatsache über die Welt“ (Originaltitel: Lost and Found) ist ihr Debütroman und ein internationaler Bestseller.

Die Story:

Millie zählt tote Dinge. Nummer 32 ist ihr Vater. Als ihre Mutter sie dann auch noch in einem Kaufhaus stehen lässt und nicht zurückkommt, ist die 7jährige Millie auf sich allein gestellt. Doch Karl der Tastentipper, Agatha Panta und Manny die Schaufensterpuppe raufen sich zusammen und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise um Millies Mutter zu finden.

Meine Meinung:

Es ist mal wieder eines dieser Bücher, bei denen ich auch Tage nach dem Beenden nicht weiß, was ich darüber sagen soll. Ich möchte schwärmen, das Buch treffend beschreiben und alle davon überzeugen, dieses Buch zu lesen. Und doch finde ich einfach nicht die richtigen Worte. Vielleicht weil dieses Buch auf so perfekte Weise unperfekt ist.
Die Charaktere haben so viele Kanten und Macken, wie es im wahren Leben auch der Fall wäre. Es sind keine perfekt sympathischen Charaktere die man sofort ins Herz schließt. Es sind Menschen, die Verluste erlitten haben und das Leben als schwere Last auf den Schulter tragen. Erst wenn man ein ganzes Stück Weg mit ihnen zurückgelegt hat, wird man erkennen, dass man sie sehr wohl ins Herz geschlossen hat und sie dort wohl auch immer einen Platz haben werden. Die Geschichte fühlte sich einfach real an. Trotz ihrer Kürze.
Ich bin kein Fan von Kinderprotagonisten und auch Senioren konnten mich bisher nicht als Hauptcharaktere überzeugen. Aber dieses Buch war anders. Tiefgründig. Verrückt. Seltsam. Wundervoll.
Verlust ist ein großes Thema in diesem Buch. Jeder der Charaktere hatte jemanden verloren, den er liebt. Und dieses Loch, dass die Verstorbenen hinterlassen haben, wird nie gefüllt werden. Und doch geht das Leben weiter. Egal ob mit der Unschuld eines Kindes oder den Problemen der Alten. Oder mit der Gleichgültigkeit einer Schaufensterpuppe. ;-)
Das Buch reißt an einem – mal ist es zum Loslachen und eine Zeile später ist man bereits wieder schockiert, dann glücklich, dann wütend, dann mitleidig, dann traurig und dann verliebt man sich zwangsläufig in Captain Everything weil er einfach Captain Everything ist.
Ich hatte mir das Buch extra aus der Bibliothek ausgeliehen und jetzt ist es so grandios, dass ich es im Regal stehen haben möchte. Es wird eines dieser Bücher sein, die ihre Bedeutung jedes Mal verändern, wenn man es liest.

Anders. Tiefgründig. Verrückt. Seltsam. Wundervoll.

Anmerkung: Ohne es zu merken, haben Sarah und ich das Buch fast gleichzeitig gelesen. Hier gehts zu ihrer Rezension.

Nächstes Buch: Du neben mir – Nicola Yoon

5 Stars

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4 Kommentare

  • Antworten Jalieza 19. November 2015 um 8:03

    Hallo Tasmetu :)

    Ich finde das Buch klingt sehr interessant und, zumindest in meinem Fall, hast du es geschafft, dass es auf meine To-Read-Liste kommt :)
    Ich weiß nicht ob es nur bei dieser Rezension der Fall ist, denn es ist die erste die ich von dir lese, aber ich finde ihren Aufbau super! Die Grunddaten übersichtlich in einem Kästchen, finde ich anders und sehr praktisch. Außerdem mag ich es, dass die Rezension kurz und knackig ist und du nicht „rumschwafelst“, auch die prägnante Zusammenfassung in Form von einzelnen, aber bildlich beschreibenen Wörtern, finde ich super!
    Das macht Lust auf mehr ;)

    Hab einen schönen Tag ♡

    LGs Jalieza

    • Antworten Tasmetu 19. November 2015 um 20:36

      Liebe Jalieza,

      danke dir für deinen super lieben Kommentar. :) So etwas hört man selten, also vielen vielen Dank! :)
      Ja, das mache ich bei allen Rezensionen so ^^
      Bis hoffentlich bald :)
      Und dir auch einen tollen Tag :)

  • Antworten Die wundersamen Abenteuer der Galina Petrowna | Rezension - Tasmetu 19. April 2016 um 7:15

    […] Bücher in denen alte Menschen zu Wort kommen sind wichtig und können wundervoll sein („Noch so eine Tatsache über die Welt“ ist ein gelungenes Beispiel), man kann so viel aus ihnen lernen. Aus diesem Buch lernt man […]

  • Antworten Noch so eine Tatsache über die Welt von Brooke Davis 17. Februar 2017 um 11:23

    […] Anmerkung: Tassi und ich haben das Buch fast gleichzeitig gelesen ohne es voneinander zu wissen. Ihre Rezension gibts Hier! […]

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