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Auf und Davon | Rezension

27. Oktober 2015,0 Comments
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Eine Liebe die nicht aus Entwicklung geboren wird, sondern aus Veränderung.

Auf und Davon

David Arnold

Übersetzt von: Astrid Finke

Verlag: Heyne Verlag

Seiten: 380 | Ausgabe: 2015

ISBN: 978-3-453-26983-5

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Der Autor:

David Arnold hatte schon viele Jobs: Musiker, Produzent und Vorschullehrer. Mit seinem Debütroman „Auf und davon“ (Originaltitel: engl. Mosquitoland) ist er nun auch Autor. Er lebt mit seiner Familie in Kentucky.

Die Story:

Mary Iris Malone, alias Mim, haut ab. Nachdem sie erfahren hat, dass ihre Mutter krank ist, steigt sie in den nächstbesten Greyhound Bus um die 1500km zu ihr zurückzulegen – ohne zu wissen in welches Abenteuer sie sich begibt.

Meine Meinung:

Wer einen lockeren, flockigen Liebes-Roadtrip-Roman erwartet, wird hier enttäusch werden. Wer aber Jugenbücher mit Tiefgang und besonderen Charakteren mag, ist hier genau richtig. Mich hat das sehr positiv überrascht, denn ich hatte es nicht erwartet.
Denn in dem Buch hat man nicht nur einen sehr schönen Roadtrip- und Abenteueraspekt, sondern auch das Thema Psychosen, Depressionen, Behinderung und kaputten Familien. Es mag vielleicht an manchen Stellen ein wenig verwirrend sein, aber am Schluss fügt sich alles in ein vielleicht nicht gänzlich schönes, aber vollständiges Bild.
Apropo Schluss, der war mir beinahe etwas zu knapp gefasst. Außerdem würde ich gerne wissen, wie es weitergeht. Also entweder als Fortsetzung oder als Verlägerung des Buches. Denn ich habe die Charaktere, mit all ihren Ecken und Kanten, so dermaßen in mein Herz geschlossen, dass ich wirklich nicht wollte, dass es endet. Gern hätte ich mehr über die Hintergründe und die Zukunft erfahren, aber anderseits hatte das Buch eine angenehme Länge und schaffte den Spagat zwischen dramatischem Tiefgang und abenteuerlichem Roadtrip erstaunlich gut. Es ging unter die Haut, es regte zum Nachdenken an aber gleichzeitig (und das ist vermutlich in großen Teilen Walt zu verdanken) versumpfte man nicht, sondern man hatte immer noch das beschwingende Gefühl, dass einem eine Abenteuerreise gibt.
Es werden viele wichtige, für viele Menschen alltägliche und doch ignorierte Themen angesprochen, die auch – oder vor allem – in mehr Jugendbücher gehören. Es hilft verstehen, es hilft sich zu öffnen, es hilft toleranter zu werden – anderen und sich selbst gegenüber.

Unerwartet und mitreißend

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Anmerkung: Dieses Buch war ein Rezensionsexemplare des Heyne Verlags – vielen Dank! :)

Nächstes Buch: Harry Potter (6) – J.K.Rowling

5 Stars

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