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Irgendwohin | Rezension

24. August 2015,3 Comments
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Nur wer weiß, dass er nicht unsterblich ist, hat Angst vor dem Tod. Und wer weiß, dass er sterblich ist, hat Angst vor der Ewigkeit.

Irgendwohin

Alessandro Gallenzi

Übersetzt von: Karl-Heinz Ebnet

Verlag: Piper Verlag

Seiten: 288 | Ausgabe: 2015

ISBN: 978-3-492-30464-1

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

 

Der Autor:

Alessandro Gallenzi wurde in Italien geboren, lebte aber heute mit seiner Familie in Richmond. Er gründete zwei Verlage und arbeitet als Verleger, Schriftsteller, Übersetzer und Dramaturg.

Die Story:

Francesco hat sich ein InterRail Ticket gekauft und will durch Europa reisen. Doch die Menschen, die er trifft beeinflussen seine Reise viel stärker, als er erwartet hat.

Meine Meinung:

Das Cover dieses Buches ist so wunderschön, dass ich es immer wieder anstarren muss. Der Reise Aspekt klang sehr verlockend, doch leider wurde meine Erwartungen so gar nicht erfüllt. Was ich unsagbar schade fand.
Was mich am meisten gestört hat war der Schreibstil. Die ganze Geschichte wurde im Endeffekt so erzählt „Er tat dies. Er tat das. Dialog. Er tat jenes. Dialog. Er reiste weiter.“ Es ging nie in die Tiefe, oft wurden große Zeitspannen mit nur einem Zeilenumbruch übersprungen und auch Emotionen wurden kaum beschrieben. Deshalb hatte ich auch große Schwierigkeiten mit Francesco eine emotionale Bindung aufzubauen, er blieb mir bis zur letzten Seite fremd. Nicht einmal seine Verbindung zu Chloe, die noch am emotionalsten war, konnte mich erreichen.
Fast genauso schlimm fand ich, dass dieses Buch (obwohl es so aussieht und vom Klappentext her so klingt) überhaupt kein Fernweh auslöst. Die Orte und auch die Reisen zwischen den Orten werden überhaupt nicht beschrieben, es wird nicht einmal wirklich das Wetter betitelt. Man hat nicht das Gefühl, dass Francesco die Reise Freude bereitet, im Gegenteil. Es scheint als würde er von einem Ort zum anderen springen weil er alles doof und langweilig findet. Er interessiert sich nicht für die Städte und Länder in die er kommt. Immer wieder habe ich mich gefragt: Wieso macht er überhaupt diese Reise?! Zumal er dann auch noch nach der Hälfte des Buches wieder daheim ist.
Pierre, der viel mehr im Mittelpunkt steht als Francesco, war mir unfassbar unsympathisch und ich konnte nicht nachvollziehen, warum Francesco überhaupt immer wieder auf ihn reinfällt. Wirklich. Er hat mich wahnsinnig gemacht.
Und, ein letzter Kritikpunkt: Logik. Vor allem auf Geld bezogen. Pierres Kreditkarten funktionieren nicht, er hat kein Bargeld, aber er kann problemlos tanken. Francesco hat auf der einen Seite nicht einmal Geld für was zu essen und keine halbe Seite später kauft er sich neue Klamotten. Aaaaaaaaah.
Alles in allem hat dieses Buch leider nicht mehr zu bieten als ein schönes Cover und das nicht erfüllte Versprechen auf sommerliche Fernweh Literatur. Sehr schade.

Leider enttäuschend

Nächstes Buch: Morgentau – Jennifer Wolf

1 Stars

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3 Kommentare

  • Antworten Katrin Ils 24. August 2015 um 8:50

    Schade :( Klang nämlich ganz gut – und das Cover hat mich auch sofort angesprochen.

  • Antworten Resumée August | Video - Tasmetu 11. März 2016 um 12:27

    […] Irgendwohin – Alessandro Gallenzi Morgentau – Jennifer Wolf Rat Queens Vol.1 – Kurtis J. Wiebe, Rox Upchurch The Wicked And The Divine Vol.1 – Gillen McKelvie, Wilson Cowles #GIRLBOSS – Sophia Amoruso Harry Potter (3) – J.K. Rowling Mut für Zwei – Julia Malchow Harry Potter (4) – J.K.Rowling […]

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