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Must See: nearBees

23. Juni 2015,6 Comments
nearbees

Wenn die Bienen sterben, sterben auch wir. Das ist eine Tatsache. Doch leider tun die wenigstens etwas dagegen – zum Glück gibt es solche Aktionen wie nearBees.

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, woher genau der Honig kommt, den ihr esst? Ich nämlich nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass er von irgendwelchen Imkern irgendwo in Deutschland kommt. Aber das ist nicht so.

Der Honig, den wir in den Supermärkten finden, ist ein Gemisch aus verschiedenen Honigen, teilweise „nur“ aus EU-Ländern, teilweise auch aus nicht Nicht-EU-Ländern. Dabei gibt es vor allem in Städten viele kleine Imker. Doch die meisten sind zu klein oder haben nicht die Zeit, um es professionell zu machen oder ihren Honig zu verkaufen.

nearBees ist ein Projekt, das in München begonnen hat und sich jetzt auf ganz Deutschland ausweiten möchte.
Sie fördern lokale Imker – und somit den Erhalt der Bienen. Denn wenn sich mehr Menschen damit befassen, woher ihr Honig kommt, befassen sie sich auch mit den Bienen und pflanzen vielleicht auch Blumen auf dem Balkon oder im Garten, die Bienen gerne mögen.

Imker aus München und Umgebung können sich bei nearBees registrieren und können so ihren Honig online an den Markt bringen – so müssen sie nicht (nur) auf Märkte gehen und können trotzdem überschüssigen Honig verkaufen. Und das in einer ziemlich coolen Verpackung.
Die Verpackung ist ein Nachfüllbeutel, der nicht nur in jeden Briefkasten passt, sondern auch der Produktion eine Menge CO2 einspart. Die Co2-Belastung reduziert sich von ca. 45 auf 6 Gramm je 100g Honig im Vergleich zum Honigglas aus dem Supermarkt. Hierbei sind die teils sehr weiten Transportwege des importieren Supermarkt-Honigs im Vergleich zum lokalen Imker nicht einmal mit eigerechnet.
Bis die Verpackung entwickelt war, hat es viele Versuche und vor allem viele Herstelleranfragen gekostet und bald soll die finale, nächste Version an die Imker und deren Kunden rausgehen.

In München hat sich das Konzept so gut bewährt, dass momentan alles ausverkauft ist. Und weil es so gut funktioniert und ein wirklich sinnvolles Projekt ist, versuchen sie momentan sich auszuweiten – mit einer StartNext Kampagne sammeln sie momentan das nötige Geld, um ihr Projekt in ganz Deutschland umzusetzen.

Da ihr Hauptsitz (noch) in München ist und ich auch von hier bin, konnte ich sie vor Kurzem besuchen und persönlich mit ihnen quatschen. Eigentlich wollte ich dazu ein cooles Video machen, aber das hat leider nicht geklappt. Ich hoffe aber, dass der Blogpost reicht ;D

Michael Gelhaus, einer der Mitbegründer von nearBees erzählte mir und meinem Freund Korbinian, wie sie überhaupt auf das Thema Bienen gekommen sind und stand meinen Fragen Rede und Antwort.
So wollte ich zum Beispiel einen Tipp, wie man das Thema Bienen Kindern näher bringen könnte. Eine Idee war es, Schulen mit Imkern kooperieren zu lassen um Kinder die Angst vor Bienen zu nehmen und sie nicht nur von anderen Insekten unterscheiden zu lernen sondern ihnen auch näher zu bringen, wie wichtig Bienen für uns sind.

Außerdem gab Michael uns noch einige interessante Fakten mit auf den Weg: Die letzten 100 Jahre ist die Zahl der Imker stetig gesunken. Erst in den letzten 3-4 Jahren stieg sie wieder an – eine gute Entwicklung, aber noch ausbaufähig!

In Deutschland gibt es rund 100.000 Imker, 97% machen die Imkerei aber nur hobbymäßig. Genau dafür gibt es nearBees.

In München selber gibt es gut 1000 Imker, von denen nur 24 professionell Honig produzieren. Und obwohl es Stadtbienen prinzipiell besser geht (weil es dort weder Monokulturen noch gespirtzte Pestizide gibt), sind im Süden Münchens erst vor kurzem 60% der Bienenvölker, u.a. aufgrund von einer Milbenart, gestorben. Spätestens jetzt sollten wir etwas für die Bienen tun. Mit Bepflanzungen, Samenbomben, usw.

Neben den Honigbienen gibt es rund 800 Arten von Wildbienen – sie leben nicht in einem Schwarm im Bienenstock, sondern suchen sich Schlupflöcher. Auch diese Bienen sind wichtig – sie produzieren zwar keinen Honig, sorgen aber für die Bestäubung von Pflanzen. Und damit für unser Überleben.

Wer Wildbienen helfen möchte, kann sich übrigens kleine Wildbienen Hotels in den Garten oder auf den Balkon stellen. Dort können die Bienen sich dann bei schlechtem Wetter oder nachts verkriechen. Aber keine Sorge: Wildbienen leben nicht in Schwarmverbänden – sie verbringen ihr Leben mit maximal 4 anderen Bienen.

Ich finde nearBees ist eine tolle Aktion, die zum mitmachen und nachdenken anregt. Außerdem gibt es bei der Startnext Aktion tolle Give Aways. So habe ich zum Beispiel – neben den Samenbomben – auch eine Biene adoptiert und kann es nicht mehr erwarten, meine Adoptionsurkunde in Händen zu halten. Ich habe meine Biene Alani getauft, das heißt Himmelskind.

Wer die Aktion genauso toll findet wie ich oder demnächst vielleicht selber umwelt- und bienenfreundlichen Honig vom lokalen Imker beziehen möchte, sollte mal auf der nearBees Website und bei der StartNext Seite vorbeischauen. Dort gibt es noch mehr Informationen rund um die Aktion. Links findet ihr unten. :)

DIE STARTNEXT AKTION GEHT NOCH BIS ZUM 26.06.2015 !

Links:

Website: http://nearbees.de/

Unterstütze sie auf StartNext: https://www.startnext.com/nearbees

„Die Bienen“ – Laline Paull: Rezension

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6 Kommentare

  • Antworten Dodo 23. Juni 2015 um 11:23

    Richtig guter Post.

  • Antworten Resumée Juni | Video - Tasmetu 1. Juli 2015 um 8:19

    […] es :) Was sich alles verändert hat, könnt ihr hier nachlesen Außerdem war ich zu Besuch bei nearBees und auch bei Lovelybooks :) Ich habe im Regen ein Video gedreht und irgendwie Bloggen, YouTube, […]

  • Antworten Päckchen von nearBees Teil 1 › Korbinian Kugelmann 7. Juli 2015 um 9:37

    […] hat auf ihrem Blog auch schon einen Post über nearBees verfasst – dort erfahrt ihr noch Einiges über die Hintergründe des Unternehmens und den […]

  • Antworten Post Post Post - Tasmetu 12. August 2015 um 9:25

    […] habe euch ja bereits von nearBees erzählt und nun kam endlich mein Paket mit den Dankeschöns an, die ich für meine Spende bei der […]

  • Antworten Patrick Kreft 29. Oktober 2015 um 23:41

    Hey Tasmin,
    habe bei Korbinian auf Insta davon gelesen und fand es gleich interessant… Tolle Idee dahinter und auch als nicht Münchner werde ich es mal testen. LG Patrick

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