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Die Stimme des Zwielichts | Rezension

20. Mai 2015,2 Comments
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Wo Verstehen ist, ist auch Verwirrung. Wo Verwirrung ist, ist auch Verstehen.

Die Stimme des Zwielichts

Ulli Olvedi

Verlag: Knaur Droemer Verlag

Seiten: 440 | Ausgabe: 2002

ISBN: 978-3-426-50903-6

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

 

Der Autor:

Ulli Olvedi ist Autorin, Journalistin, Dokumentarfilmerin, Übersetzerin und Qi Gong-Lehrerin. Sie engagiert sich im sozialen Bereich und die meisten ihrer Tätigkeiten haben Verbindungen zum tibetischen Buddhismus, den sie studierte und um den es auch in ihren Büchern geht.

Die Story:

[Fortsetzung von Wie in einem Traum]
Die drei Jahre von Sönams Retreat sind vorüber doch nun soll er nach London gehen. Maili denkt, dass sie damit abgeschlossen hat, doch dann soll sie ihm folgen und der erste weibliche Lama in England werden.

Meine Meinung:

Das Buch ging vielversprechend los, Olvedis Schreibstil ließ mich einmal mehr andauernd zu den Markierungsaufklebern greifen und ich verlor mich schnell in der Schönheit ihrer Worte. Doch dann kam Maili nach England. Das war gar nicht so wild, aber Shonbo Rinpoche, der Leiter des Zentrum in dem sie nun lebt und lehrt, ist mir so unfassbar unsympathisch wie selten ein Buchcharakter. Ich kann nicht mal sagen, woran es genau lag. Aber ich konnte ihn einfach nicht ausstehen und die Wendungen die die Geschichte durch ihn nimmt, gefielen mir gar nicht und ich wollte gar nicht mehr weiterlesen.
Dazu kam, dass ich das Gefühl hatte, dass möglichst viel Geschichte zwischen die Buchklappen bepresst werden sollte. Da waren plötzlich Feminismus Diskussionen, ein geistig behinderter Junge mit besonderen Fähigkeiten, Träume die wahr wurden, Sönams Dämonen, das ziemlich böse dargestellte Christentum, ein Selbstmordversuch, usw. Bis auf die Träume war alles nur kurz angeschnitten und sollte vermutlich Mailis Überforderung und die Kompliziertheit der „westlichen Menschen“ darstellen, mir war es aber eindeutig zu viel. Es machte die ganze Geschichte rund um Maili kaputt. Das fand ich sehr schade.
Der Schreibstil war aber nach wie vor großartig und dank den letzten Seiten ließ mich das Buch auch mit einem wohligen Gefühl zurück.

Schreibstil großartig, Wendung enttäuschend

Anmerkung: Ich möchte unbedingt andere Ulli Olvedi Bücher lesen :)

Nächstes Buch: Eona (2) – Alison Goodman

3 Stars

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2 Kommentare

  • Antworten Dodo 20. Mai 2015 um 18:23

    O.K. dann lese ich es nicht :-(

  • Antworten Allein unter Schildkröten | Rezension - Tasmetu 9. Juni 2015 um 17:53

    […] Nächstes Buch: Die Stimme des Zwielichts – Ulli Olvedi […]

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