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Die Seele der Wüste | Rezension

7. März 2015,1 Comment
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Plötzlich fühlte ich mich genauso wie die Landschaft, durch die wir fuhren, in einem Zustand des Übergangs, hin- und hergerissen zwischen Kontrolle und Ohnmacht, Zivilisation und Wildnis, Bekanntem und Unbekanntem.

Die Seele der Wüste

Jane Johnson

Übersetzt von: pociao

Seiten: 511 | Ausgabe: 2012

ISBN: 978-3-442-47782-1

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

 

Die Autorin:

Jane Johnson wurde 1960 geboren und wuchs in Cornwall auf. Sie hatte schon immer sehr viel mit Büchern zu tun, bevor sie 2005 nach Marokko reiste, um über eine Verwandte zu recherchieren. Dort lernte sie viele spannende Menschen kennen, unter anderem ihren heutigen Ehemann. Von all den Ereignissen und Begegnungen inspiriert, entstand dieses Buch.

Die Story:

Als Isabelles Vater stirbt, vererbt er ihr ein mysteriöses Amulett, dass sie nach Marokko und auf eine lebensveränderte Reise führt.
50 Jahre zuvor lebte dort Mariata, eine junge Tuareg Frau. Sie lernt Amastan kennen, der zwar traumatisiert ist, in den sie sich jedoch verliebt. Am Tag ihrer Hochzeit geschieht jedoch etwas schreckliches und Mariata muss um zwei Leben kämpfen.

Meine Meinung:

Da ich das Buch für meine Hausarbeit gelesen habe, habe ich mich sehr intensiv damit auseinander gesetzt. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb ich eine gefühlte Ewigkeit dafür gebraucht habe. In dem Buch geht es unter anderem um eine Wüstendurchquerung. Und genauso habe ich mich auch gefühlt. Als ich endlich die letzten Zeilen gelesen habe, war es, als hätte ich die Wüste (= das Buch) mühsam und unendlich langsam durchquert.
Was aber nicht heißt, dass es schlecht war. Im Gegenteil. Eigentlich hat es mir nämlich richtig gut gefallen. Die Charaktere sind wundervoll, vor allem Isabelles Charakterentwicklung ist beeindruckend. Die Geschichten sind ergreifend und man wird in sie hineingezogen. Beide Schicksale fesseln einen und lassen einen nicht so schnell wieder los. Und sowohl Mariatas als auch Isabelles Geschichte verknüpfen sich von Seite zu Seite mehr, bis man teilweise das Gefühl hat, dass es eine Geschichte ist – und nicht zwei.
Die Autorin hat sich bei der Recherche sehr viel Mühe gegeben und das möchte ich an dieser Stelle noch einmal hervorheben und loben.
Ich denke, man kann viel von diesem Buch mitnehmen. Sei es nun über die Liebe, die Wüste, das Überleben, die Tuareg oder die Kolonialzeit. Außerdem werden wir gegen Ende des Buches mit dem heutigen Leben der Rebellen konfrontiert. Ich weiß nicht, in wie weit es der Wahrheit entspricht, aber es hat mich doch sehr umgehauen und ging mir unter die Haut.
Ich bin froh, dass ich mich für dieses Buch bei meiner Hausarbeit entschieden habe, denn ansonsten hätte ich ein großartiges Buch verpasst, dessen einziger Makel es war, sich für mich ewig zu ziehen.

Ein wundervolles Buch, dass zum Nachdenken anregt

 

PS: Das Buch ist tatsächlich ein Bibliotheksbuch, da ich es für meine Hausarbeit gebraucht habe.
PPS: Eine kleine Frage hätte ich dann doch noch: Isabelles Knöchel, den sie sich anfangs verletzt, wird ab einem gewissen Punkt im Buch nicht mehr erwähnt. Wunderheilung? ;)

Nächstes Buch: Couchsurfing im Iran – Stephan Orth

4 Stars

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1 Kommentar

  • Antworten Bücher, auf die ich mich freue [Frühjahr 2016] - Tasmetu 8. Januar 2016 um 13:07

    […] Säulen des Lichts – Jane Johnson Nachdem mich „Die Seele der Wüste“ so überraschend begeistern konnte, bin ich nun sehr gespannt auf das neue Buch von Jane […]

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