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Neuland | Rezension

5. Januar 2015,1 Comment
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Wenn das die Musik ist, die die Götter uns spielen, so lass uns auf sie tanzen.

Neuland

Eskhol Nevo

Übersetzt von: Anne Birkenhauer

Verlag: dtv

Seiten: 640 | Ausgabe: 2013

ISBN: 978-3-423-28022-8

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Der Autor:

Eskhol Nevo wurde 1971 in Jerusalem geboren und wuchs in Israel und Detroit (USA) auf. Er studierte Psychologie, arbeitete als Werbetexter und Lehrbeauftragter für kreatives Schreiben. In Israel war bereits sein erster Roman ein phenomenaler Durchbruch, mittlerweile wurden seine Werke in viele Sprachen übersetzt.

Die Story:

Als Doris Vater verschwindet, bricht er auf um ihn zu suchen. Das bringt nicht nur seine derzeite Familie und seine eigene Welt in Aufruhr, sondern auch seine Vergangenheit und seine Zukunft. Auf der Reise trifft er Alfredo, aber auch Inbar – die ihre ganz eigene Geschichte hat. Und ihr Geschichten sind schon seit einiger Zeit verwoben, obwohl sie völlig Fremde sind.

Meine Meinung:

Puh. Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Buch etwas leichter ist. Doch die Thematik liegt ziemlich schwer im Magen und ehrlich gesagt hat mir das Buch auch nicht wirklich gefallen. Die Geschichte umfasst mehrere Generationen und alle haben ihre eigene Geschichte – eigentlich mag ich so etwas recht gern, aber in dem Fall hat es sich gezogen wie ein alter Kaugummi. Und dann mochte ich nicht einmal alle Charaktere, sondern fand zum Beispiel Alfredo einfach nur unsympathisch. Mein Lieblingscharakter war dagegen Nessia – die leider nur fiktiv war.
Zwischenzeitlich habe ich ganze Seiten übersprungen, denn sie haben mich der eigentlichen Handlung nicht wirklich näher gebracht und man hätte meiner Meinung nach mindestens 200, wenn nicht sogar 300 Seiten weglassen können – dann hätte ich das Buch vielleicht auch gemocht. Denn es hatte auch durchaus Positives. So habe ich einige Dinge über das Judentum gelernt, die ich noch nicht wusste. Ich durfte Teil einiger wunderbarer Gedankengänge werden und habe nun auch einige Einmerker im Buch stecken um manche Stellen noch einmal nachzulesen, weil sie voller Poesie und Wahrheit stecken. Und natürlich gibt Neuland an sich (was an sich irgendwie zu kurz kam)  viel Stoff zum Nachdenken.
Aber (und jetzt sind wir wieder beim Negativen) das Ende… meine Güte, ich hätte das Buch wirklich gerne an die Wand geworfen. Es blieben so viele Fragen offen und dafür habe ich mich durch diese sich ewig lang ziehenden 640 Seiten gequält? Man, sowas regt mich echt auf.
Und – eine letzte Sache muss ich noch loswerden – wie kann man denn direkte Rede ohne Anführungszeichen schreiben? Das hat mich beim Lesen beinahe in den Wahnsinn getrieben.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es durchaus ein interessantes Buch ist, was mir persönlich jedoch leider kein Lesevergnügen bereitet hat. Schade, ich hatte mich nämlich seit Monaten auf das Buch gefreut. :(

Interessante Thematik, zieht sich aber ewig

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PS: Das Buch ist ein Rezensionsexemplar vom dtv Verlag – vielen vielen Dank! :)

Nächstes Buch: Eona – Alison Goodman

2 Stars

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1 Kommentar

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