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Journeyman | Rezension

26. Januar 2015,3 Comments
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Dieses Wissen, dass man nicht mehr braucht als das, was man hat, ist eine Art von Freiheit, die ich so noch nicht kannte. Es ist eine pure, vollkommene Freiheit.

Journeyman

Fabian Sixtus Körner

Verlag: ullstein Verlag

Seiten: 280 | Ausgabe: 2014

ISBN: 13 9783864930140

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Der Autor:

Fabian Sixtus Körner wurde 1981 geboren und seit von einem Urlaub in Vietnam zurückkam, reisesüchtig. Heute ist er Designer, Fotograf, Innenarchitekt, Blogger und Autor und lebt in Berlin.

Die Story:

Fabian Sixtus Körner hat Fernweh. Und er ist spontan. Also reist er ohne große Pläne und mit wenig Geld, dafür aber mit einer Vision los. Er möchte eine „Walz“ machen, bei der er nur für Kost und Logi in den unterschiedlichsten Jobs arbeitet, alles in seinem Reiseblog „Journeyman“ festhält und außerdem hat er sich noch einige andere Regeln aufgestellt. Ob er die auch alle einhält und wohin es ihn überall verschlägt, erzählt er in diesem Buch.

Meine Meinung:

Journeyman macht Fernweh. Das wusste ich, bevor ich es gelesen habe und spüre es jetzt, nach dem Lesen, ganz deutlich. Ich wusste vorher nicht, wohin genau es ihn verschlagen wird, ich hatte zwar eine grobe Idee, wollte mich aber überraschen lassen. Ich war erstaunt, dass er es echt auf jeden Kontinent geschafft hat.
Vom Schreibstil war ich zweigeteilt. Er war gut, aber an manchen Stellen fehlte mir einfach irgendwas. Vielleicht war es die Art, wie er manchmal von einem Punkt zum nächsten sprang und zwischendrin einfach Dinge ausließ. So passten auch einige Bilder überhaupt nicht in den Text – wann hat er zum Beispiel den Gandara Pass überquert und wie war das? An manchen Stellen fehlte mir einfach Input, während andere Stellen mir zu dramatisiert vorkamen. Ich hätte gern noch mehr Beschreibungen über Land und Leute gelesen, etwas über Zugfahrten und Zwischenstationen erfahren, fand seine „Krisen“ aber teilweise überspitzt dargestellt. Eigentlich hatte er nämlich echt Glück bei seiner Reise – beinahe alles lief gut. Allerdings ist es seine wahre Geschichte und ich kann die Situationen nicht beurteilen, in denen er war. Ich kann nur etwas über das Leseerlebnis schreiben. Und dabei stieß mir vor allem das Wort „Kulturkreis“ sauer auf. Lieber Fabian, liebe Lektorin: Das Wort gibt es so eigentlich nicht mehr und tut mir beim Lesen weh.
Vor allem gegen Ende des Buches habe ich mir aber doch noch einige Stellen markiert, die ich gerne noch einmal lesen würde, weil sie viel Wahrheit beeinhalten und schön geschrieben sind.
Was mich manchmal stutzig machte, war sein Blog. Wenn doch alle Erlebnisse und Fotos schon kostenlos auf einem Blog sind – wieso sollte ich mir dann das Buch zulegen? Ja, es ist schön gestaltet und eine runde Sache, eine angenehme Lektüre. Aber trotzdem. Irgendwie fühlte es sich ein wenig seltsam an. Allerdings ist das Buch gänzlich anders als der Blog und alle Bilder und Videos sind eine wunderbare Ergänzung zum Leseerlebnis.
Ich war also insgesamt etwas zwiegespalten, fand das Buch aber trotzdem ziemlich gut. Respekt an Fabian für den Abenteuergeist und dieses schöne Buch :)

Ein gelungenes Buch IMG_0178

PS: Das Buch ist ein Rezensionsexemplar des ullstein Verlags. Vielen vielen Dank! :-)

Nächstes Buch: Fangirl – Rainbow Rowell

4 Stars

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3 Kommentare

  • Antworten Hekabe 29. Januar 2015 um 8:23

    Ich hab dich gerade mal für den Liebsten-Award-Tag nominiert. (Wenn du Lust hast, versteht sich ;))
    http://hekabeswelt.blogspot.de/2015/01/tag-liebster-award.html
    lg
    Hekabe

  • Antworten Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud | Rezension - Tasmetu 18. Februar 2015 um 8:43

    […] Nächstes Buch: Journeyman – Fabian Sixtus Körner […]

  • Antworten Frühstück mit Elefanten | Rezension - Tasmetu 13. September 2016 um 11:09

    […] ist absolut umwerfend (und wurde übrigens von Fabian Sixtus Körner erstellt, welcher „Journeyman“ geschrieben hat). Das ganze Buch ist einfach nur richtig schön gestaltet und fühlt sich […]

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