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Die Bienen | Rezension

12. Dezember 2014,3 Comments
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Ein goldener Nebel und leise, harmonische Akkorde schillerten in der Mitte des großen Atriums, dessen sechs hoch aufragende Wände aus ineinandergreifenden Honigkelchen bestanden.

Die Bienen

Laline Paull

Übersetzt von: Hannes Riffel

Verlag: Klett Cotta

Seiten: 346 | Ausgabe: 2014

ISBN: 978-3-608-50147-6

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Die Autorin:

Laline Paull kommt aus England, hat in Oxford, LA und London Englisch und Theaterwissenschaften studiert. Sie hat in vielen Berufen gearbeitet und lebt heute mit ihrer Familie am Meer – aber immernoch in England. „Die Bienen“ ist ihr erster Roman.

Die Story:

Geboren in der untersten Kaste der Bienen ist Flora 717 eigentlich dazu verdammt, ihr ganzes Leben den Schmutz der anderen wegzuräumen. Doch sie ist nicht nur etwas größer als die anderes, sie kann auch die Sprache der oberen Kasten sprechen. Anstatt einen Absonderling wie sie wie üblich zu töten, wird sie zu anderen Aufgaben berufen und lernt somit Stück für Stück das komplette System des Stocks kennen – aber auch Liebe, Verlust, die Last des Wissens und die Freude des Fliegens.

Meine Meinung:

„Die Bienen“ hat nicht nur ein wundervolles Cover – der Schutzumschlag ist nur halb so schön wie das richtige Cover – sondern es ist auch ein ganz außergewöhnliches Buch. Zwar ist das Thema und die Perspektive etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist so gut gemacht und geschrieben, dass man trotzdem sehr schnell in die Geschichte reinfindet.
Flora 717, die Königin, Herr Linde, Lilie 500 und eigentlich der ganze Stock wachsen einem an Herz und doch wird einem die Vergänglichkeit eines solchen Bienenlebens bewusst. Natürlich steht Flora im Vordergrund und ihre Außergewöhnlichkeit, die sie durch viele einsame aber auch wundervolle Moment führt, wird einige Leser sicherlich an sich selbst denken lassen: Wenn du anders bist als andere, hast du es nicht leicht, aber wenn du es nutzt, hast du vielleicht Möglichkeiten, die andere sonst nicht haben.
Was das Buch für mich besonders wertvoll gemacht hat, war, dass es einen Lerneffekt hat – und dabei immernoch ein abenteuerlicher Roman bleibt, der leicht zu lesen ist. Es öffnet Herz und Verstand für die Bienen und am Ende der Lektüre hat man ein viel größeres Verständnis für diese wundervolle Tierart. Natürlich ist und bleibt es ein Roman und kein Sachbuch, aber trotzdem kann man viel davon mitnehmen und sieht die Bienen danach in einem anderen Licht. Da die Bienen gerade vom Aussterben bedroht sind, ist das wahnsinnig wichtig und hat mich darin bestärkt, mehr Blumen zu pflanzen, weniger Honig zu essen und Aktionen zur Bienenrettung weiterhin zu unterstützen.
Neben diesem Lerneffekt hat das Buch aber auch einen Unterhaltungswert und es lassen sich auch viele Parallelen zu unserem menschlichen Leben ziehen. Meiner Meinung nach ist das Buch einfach nur gelungen und jeder sollte es sich einmal ansehen.

Das richtige Buch zur richtigen Zeit

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lesehase

Dieses Buch hat sich durch seine Aktualität einen Lesenhasen verdient

PS: Das Buch ist ein Rezensionsexemplar vom Tropen Verlag – vielen vielen Dank! :-)

Nächstes Buch: Marokko fürs Handgepäck

5 Stars

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3 Kommentare

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