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Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte | Rezension

8. Oktober 2014,2 Comments
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Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte

Romain Puértolas

Übersetzt von: Hinrich Schmidt-Henkel

Verlag: argon Hörbücher

Seiten: 5 CDs |

ISBN: 978-3-10-000395-9

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Der Autor:

1975 wird Romain Puértolas in Montpellier, Frankreich, geboren. Doch dort bleibt er nicht, er lebte auch in Spanien und England. Auch beim Beruf war er unstet. Unter anderem hat er als DJ, Übersetzer und Analyst gearbeitet. Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte ist sein zweites Buch. Es wurde bereits in über 35 Sprachen übersetzt und wird aktuell verfilmt.

Die Story:

Ayarajmushee Dikku Pradash ist in seinem Heimatdorf ein berühmter Fakir, der seit er denken kann nichts anderes tut, als andere hinters Licht zu führen. Doch sein Dorf liebt ihn so sehr, dass es zusammenlegt und ihm eine Reise nach Paris finanziert, damit er sich dort ein Nagelbett bei Ikea kaufen kann. Als Ayarajmushee sich dort aber in einem Schrank verstecken muss, beginnt eine unglaubliche Reise, durch viele Länder, viele Geschichten und viele Veränderungen.

Meine Meinung:

Ich weiß gar nicht so genau, wie ich die Rezension aufbauen soll, denn mich hat das (Hör-)Buch sehr sehr positiv überrascht, genau weil ich eigentlich gar nichts davon wusste. Ich empfehle also jedem, Rezensionen erst zu lesen wenn man das Buch schon durch hat. Ich versuche es trotzdem mal möglichst spoilerfrei zusammenzufassen.
Anfänglich wundert man sich noch über diesen Inder, der einfach in den IKEA spaziert und ein Nagelbett kaufen möchte. Allerdings mag ich ja Geschichten die mit Indien zu tun haben und demnach auch Inder, weshalb er mir, trotz seiner Tricks, sympathisch ist. Als dann seine Reise beginnt, wird es erst so richtig interessant, denn der Ikea-Fakir (wie ich ihn immer nenne) begegnet vielen, sehr unterschiedlichen Menschen, die alle eine eigene Geschichte haben. Vor allem Sumar. Die Charaktere rund um Sumar haben mich am allermeisten überrascht und geben dieser ironischen, leichten Geschichte etwas tiefgründiges. Dennoch ist es keine schwere Lektüre, sie macht keine schlechte Laune, denn sie nimmt immer wieder überraschende Wendungen, manche weniger realistisch als andere, aber immer witzig erzählt.
Außerdem gefällt es mir, dass hier die typische Geschichte à la „Verzweifelte eurpäische Person reist nach Indien und versucht sich selbst zu finden“ umgekehrt wird zu „Indischer Fakir fliegt nach Europa um genauso weiter zu machen wie vorher, verändert sich aber durch alles was dort passiert“.
Am Ende bleibt ein gutes Gefühl zurück, denn über keine der angesprochenen Gruppen wird sich lustig gemacht und sogar der Taxifahrer der es mit seiner Wut ziemlich übertreibt, darf am Ende wieder sympathisch werden. Und doch bleibt die Geschichte im Gedächtnis, denn sie spricht auf eine leichte Weise sehr wichtige Themen an, über die wir uns alle einmal Gedanken machen sollten. Und genau deshalb bekommt dieses Buch von mir auch einen Lesehasen.

Ein Buch, was man am Besten unvorbereitet beginnt

 lesehaseDieses Buch hat den Lesehasen verliehen bekommen

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PS: Es tut mir leid, dass ich bei dieser Rezension kein Zitat habe, aber während einer Autofahrt lässt es sich schlecht mitschreiben und nochmal alles durchhören auf der Suche nach einem guten Zitat wollte ich dann auch nicht ;)

Nächstes Buch: Die Reise des Elefantengottes – Beate Rösler

5 Stars

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2 Kommentare

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