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Flow Magazin | Rezension

5. September 2014,4 Comments
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Wenn es etwas gibt, dass mir in der (Buch)Blogger Welt gerade immer wieder ins Auge springt, ist es wohl das Flow Magazin. Vor allem das Sommerextra tauchte permanent auf meinen Dashboards auf. Ich wollte wissen, was an diesem Magazin so toll sein soll und habe es mir gekauft und beschlossen, es zu „rezensieren“, euch also einfach meine Meinung darüber zu schreiben. 

Auf den ersten Blick ist das Flow Magazin beinahe perfekt. Viel Farbe, sommerlich, bereits auf den Cover klebt etwas, das man abknibbeln kann und ein Zitat gibt es auch: „Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.“ Es werden „Inspiration, Ideen, Einblicke und Anstösse“ versprochen. Das kann ich gut gebrauchen, also mal sehen, was das Innenleben so bietet.

Beim ersten Durchblättern fällt mir gleich das wunderbare Layout auf. In dieser Zeitschrift steckt Arbeit und damit meine ich nicht nur die Bilder, sondern eben auch die ganzen Layoutelemente. Das Einzige, was mir negativ auffällt, sind die wechselnden Schriftarten. Davon bin ich nicht gerade der größte Fan.

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Im ersten Artikel geht es ums „gemütliche Nichtstun“. Ich muss schmunzeln, darüber habe ich vor zwei Jahren einen Essay geschrieben – und zwar in meinem Abitur. Der Artikel hat jedoch scheinbar die Generationen vor mir als Zielgruppe, denn es wird beschrieben, wie leicht die Jugend doch war, wie sehr man faulenzen konnte und wie schwierig das als arbeitender Erwachsener nun ist. Engelchen und Teufelchen erscheinen auf meiner Schulter. Engelchen: „Ja, stimmt schon. Als Kind kann man sein Leben noch leben und auch ich kann mir heute auch mal einen faulen Tag gönnen.“ Teufelchen: „Blabla, immer soll es die Jugend so viel besser haben, die wissen nichts von dem Stress. Leistungsdruck ohne Ende, ohne 1,0-Master-Studium, zich unbezahlten Praktika und am besten noch drei Ehrenämter bekommt man heutzutage ja gar keinen gut bezahlten Job mehr.“ Meinem Projekt 2016 zu liebe stimme ich dem Engelchen zu und lese weiter. Und am Ende muss ich dem Artikel zustimmen: Wer sich ab und zu Zeit für sich nimmt, ist entspannter und kreativer.

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Weiter geht es mit dem nächsten Zitat und der Rubrik „Feel connected“, in der alle möglichen kleinen Artikel gesammelt sind, von Studien zu Buchtipps und so weiter. Ich liebe diese Doppelseite. Auch die folgenden Seiten mag ich, es werden drei einfache aber tolle Frauen vorgestellt. Nach einigen Tipps zur Problemlösung in Partnerschaften wird noch die Künstlerin Ulli Lust ausführlich vorgestellt. Frauenpower! Wuhu!
Danach geht es um das Leben in Schweden, das ich aus Fernweh-Gründen übersprungen habe, genauso wie die Kolumne über den Ferienkater.

Die nächste Rubrik: „Live Mindfully“. Wieder beginnt die Rubrik mit einer Doppelseite mit Tipps, Vorschlägen, etc. Es folgt ein Artikel über Achtsamkeit und was sie uns im Urlaub bringt. Durchaus lesenswert. Der Beitrag über klassische Musik interessiert mich persönlich jetzt eher weniger, danach geht es um eine neue Form der Pinnwand: Pinterest. Witzigerweise bekomme ich dadurch nicht etwa Lust auf Pinterest selbst, sondern auf Tumblr… dabei hatte ich meine Sucht gerade überwunden.
Und jetzt kommt mein Lieblingsteil: Ein Heft mit Bildern zum Ausmalen! Da ich selber leider nicht zeichnen kann, liebe ich es, Mandalas oder ähnliches auszumalen. Das ist fast schon meditativ. Damit habt ihr mich, Flow Magazin.
Achja, auf der nächsten Seite wird auch noch „Die Achse meiner Welt“ empfohlen. Und das war es noch nicht mit Büchern. Nach einem weiteren Beitrag übers Zeit nehmen, taucht die Überschrift „Die Bücher meines Lebens“ auf. Was sind eigentlich die Bücher meines Lebens? Oder bin ich dafür noch zu jung?

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„Spoil yourself“ wird ebenfalls wieder mit einem Zitat und einer Doppelseite mit wunderbar umgesetzter Werbung eingeleitet. Auch die folgenden Seiten decken den Themenbereich „Konsum“ ab, in dem es ums Web-Shoppen geht. Naja. Das Teufelchen lugt ums Eck, das Engelchen blättert die Seite um und freut sich über Rezepte mit tollen Fotos. Das Teufelchen verzieht sich schmollend, als die Malerin Frida Kahlo portraitiert wird. Und die Illustratorin Anja Mulder einige Seiten erhält.

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Das Anfangszitat der Rubrik „Simplify your Life“ bringt mich durchaus zum Schmunzeln. Die Doppelseite mit Tipps und so weiter darf natürlich auch nicht fehlen, mittlerweile habe ich mich richtig daran gewöhnt. Beim DIY für Sternchengirlanden aus Papier ist wunderbar das Ferienbuch des Flow Magazins platziert, was ich leider im Laden nicht mehr finden konnte.
Es folgt etwas, dass ich dem Flow Magazin hoch anrechne: Ein Artikel über das Verschicken von Postkarten – und 12 Postkarten zum Heraustrennen. Ich liebe Post. Ich liebe es welche zu schreiben, zu verschicken und am allermeisten, sie zu bekommen. Ich verstehe nicht, wie Menschen KEINE Postkarten verschicken können. Auf den nächsten und letzten Seiten geht es ums Draußen sein und mit Weniger glücklich zu sein. Das macht gute Laune. Das Teufelchen ist nicht mehr aufzufinden.

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 FAZIT

Eine wirklich gelungene und besondere Zeitschrift in der unendlich viel Arbeit steckt und die inspirieren kann und einem gute Laune macht. Ein riesiges Lob an Fotografen und vor allem die Grafik Designer, ihr habt ganze Arbeit geleistet!

Dennoch ist es mir zu teuer. Und ja, ich weiß, wie hoch die Druckkosten für so viele Extras in einem Heft sind – für die dicken Seiten, für die Farbe, für das Malheft, für die Postkarten und so weiter. Trotzdem sind sieben Euro für mich, als Studentin, für eine Zeitschrift zu viel, deshalb werde ich sie vermutlich nicht regelmäßig lesen. Auch wenn ich gerne würde… :/ Sollte es also mal eine Blogger Aktion geben, bin ich gerne dabei.

Das nächste Flow Magazin erscheint am 16. September.

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4 Kommentare

  • Antworten Sandra 5. September 2014 um 10:12

    Ich hab mir die letzten 2 Ausgaben der Flow gekauft. Noch viel besser als die aktuelle, die du vorgestellt hast, war die vorige. Wahrscheinlich auch, weil die besser zu meiner aktuellen Lebenssituation passt.
    Ich finde 7 Euro auch nicht wenig, aber dafür bekommt man richtig viel geboten. Allerdings werde ich auch von Ausgabe zu Ausgabe entscheiden, ob ich sie kaufe ;)

  • Antworten Wise Man 5. September 2014 um 12:31

    Aloha, ich war mal so frei Dir ein Einjahresabo zu spendieren. Allerdings möchte ich die Zeitschriften nachdem Du Sie gelesen auch haben :-)

    The Wise Man

  • Antworten buchstabentraeume 8. September 2014 um 9:40

    Ich habe mir die Flow sofort im Abo geholt, nachdem ich Heft3 durch hatte. Diese Zeitschrift passt einfach perfekt zu mir und ich fühle mich so gut von ihr verstanden. ;-)

  • Antworten Kapitaelchen_ 9. November 2014 um 18:13

    Ich liebe die Flow!! Es ist einfach eine ganz ganz andere Zeitschrift als diese hundert Cosmopolitan-Abwandlungen, die mittlerweile existieren. Es sind Themen mit denen man sich identifizieren kann. Sehr schöner Artikel! :)

    Liebe Grüße!

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