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Jeden Tag, jede Stunde | Rezension

20. August 2014,6 Comments
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Sie ist alles auf einmal. Die ganze Welt, ob die Welt sie sieht oder nicht.

Jeden Tag, jede Stunde

Natasa Dragnic

Verlag: btb Verlag

Seiten: 278 | Ausgabe: 2012

ISBN: 978-3-442-74397-1

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Die Autorin:

Nataša Dragnić wurde 1965 in Kroatien, genauer in Split geboren und wuchs dort auf, direkt am Meer. Mit 18 ging sie nach Zagreb um dort Germanistik und Romanistik zu studieren. Nach einigem beruflichen Hin und Her zog sie nach Erlangen um hier als Fremdsprachendozentin zu arbeiten – denn sie spricht 5 Sprachen. Außerdem liebt sie die Bühne. Mit dem Schreiben fing sie bereits im Alter von 6 Jahren an, 2012 erschien dann ihr Debütroman „Jeden Tag jede Stunde.“, letztes Jahr dann „Immer wieder das Meer“.

Die Story:

Dora und Luka. Luka und Dora. Sie lieben sich, sie sind unzertrennlich. Dabei sind sie gerade einmal 6 und 9 Jahre alt. Doch der Traum der glücklichen zweisamen Kindheit zerplatzt als Dora mit ihrer Familie nach Paris zieht. Viele Jahre und viele Veränderungen später treffen sie sich zufällig wieder. Und plötzlich ist es wieder so wie früher. Sie sind unzertrennlich, sie wollen nie mehr ohne den anderen sein. Doch in der Realität ist alles deutlich komplizierter und sie müssen sich wieder trennen. Doch ihre Herzen können nicht ohne den anderen sein…

Meine Meinung:

Als ich das Buch auf einem Blog als „Sommertipp“ erblickte, setzte ich es auf meine Wunschliste und kaufte es einige Zeit später als Mängelexemplar. Ich erwartete nicht viel, das Ganze klang nach einer kitschigen klassischen Liebesgeschichte. Zwei Menschen, Luka und Dora, kennen sich seit sie Kinder sind, verlieren sich aus den Augen, treffen sich Jahre später wieder und den Rest kann man sich denken. So dachte ich zumindestens. Doch Nataša Dragnić sorgt mit ihrem Schreibstil dafür, dass man ganz genau versteht was die beiden verbindet. Es ist nicht Freundschaft, es ist keine Liebe, es ist eine Seelenverwandtschaft. Sie können sich nicht dagegen wehren, es passiert einfach. Sie gehören zusammen, nichts und niemand kann daran etwas ändern. Und doch kommt ihnen das Leben immer wieder dazwischen. So kitschig das auch klingt und es vielleicht auch war, es hat mich trotzdem sehr berührt. Das Einzige was mich stellenweise fast schon genervt hat war, dass sie nach dem Wiedersehen scheinbar permanent Sex hatten. Das sie sich unglaublich anziehend finden gut und schön, aber eine Seelenverwandtschaft sollte sich meiner Meinung nach nicht dadurch ausdrücken, dass sie gefühlt 24/7 miteinander im Bett liegen. Bis auf diese Kleinigkeit und die Tatsache, dass Luka irgendwie manchmal ziemlich idiotisch und Dora stellenweise sehr egoistisch gehandelt hat (was aber einfach menschlich ist), fand ich das Buch richtig gut. Es nimmt einen mit, trägt einen ans Meer und man schmeckt das Salz auf den Lippen während Dora und Lukas auf ihrem Felsen liegen und Wolken beobachten. Durch die kurzen Kapitel las es sich super gut unterwegs – was ebenfalls für in gutes Sommerbuch spricht.

Ein wunderbares Sommerbuch mit kleinen Fehlern

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PS: Es wird in zwei Tagen ein GEWINNSPIEL zu diesem Buch geben [beendet]. :)

Nächstes Buch: Zwölf Wasser (In die Abgründe) – E.L. Greiff

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6 Kommentare

  • Antworten Ela´s Büchertruhe 30. August 2014 um 9:03

    Das klingt wirklich nach einer guten Sommerlektüre für zwischendurch :)
    Danke für die Buchvorstellung,
    LG Ela

    • Antworten travellertatzi 30. August 2014 um 9:09

      Ich verlose es auch aktuell, wenn es dich interessiert :)

      • Antworten Ela´s Büchertruhe 30. August 2014 um 12:01

        Ich hab es gesehen aber da ich erst durch den Kommentiermarathon auf deinen Blog aufmerksam wurde, wollte ich nicht so unverschämt sein und mitmachen :)

        • Antworten travellertatzi 30. August 2014 um 14:38

          Darfst du aber gern :)

  • Antworten Resumée August | Tasmetu 30. August 2014 um 9:07

    […] Jeden Tag, jede Stunde – Natasa Dragnic Zwölf Wasser (In die Abgründe) – E.L.Greiff (bis S.351) […]

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