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Wie in einem Traum | Rezension

3. Juni 2014,3 Comments
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All mein Glück soll deines sein, dachte sie. Es dir zu geben, macht mich glücklicher als alles auf der Welt.

Wie in einem Traum

Ulli Olvedi

Verlag: Knaur Droemer Verlag

Seiten: 314 | Ausgabe: 2001

ISBN: 978-3-426-50902-9

Zu kaufen bei Amazon* oder im Buchladen nebenan :)

Die Autorin:

Ulli Olvedi ist Autorin, Journalistin, Dokumentarfilmerin, Übersetzerin und Qi Gong-Lehrerin. Sie engagiert sich im sozialen Bereich und die meisten ihrer Tätigkeiten haben Verbindungen zum tibetischen Buddhismus, den sie studierte und um den es auch in ihren Büchern geht.

Die Story:

Maili, ein junges Mädchen aus einem nepalischen Bergdorf, verliert ihre Eltern und ihren kleinen Bruder bei einem Raubüberfall und wird beinahe von ihrem zukünftigen Ehemann missbraucht. Von so viel Schmerz und Leid bewegt, beschließt sie kurzer Hand Nonne in einem Kloster in Katmandu, der Hauptstadt Nepals zu werden. Doch Maili hat viele Fragen, die nicht immer in das gehorsame Nonnenleben passen.

Meine Meinung:

Da mich Buddhismus schon lange interessiert und ich aktuell auch eine Vorlesung zum Thema besuche, dachte ich mir, dass dieses Buch vielleicht interessant sein könnte. Das ich so darin aufgehe, hätte ich allerdings nicht erwartet. Die Story an sich ist simpel: Maili verliert ihre Eltern, geht ins Kloster, findet neue Freunde und verliebt sich in den Mönch Sönam. So weit, so gut. Aber Olvedi schreibt verdammt schön und umschreibt dieses eigentlich doch recht unspektakuläre Leben Mailis mit so viel Geschick, das man von der Geschichte wie von einer starken Strömung mitgerissen wird. Zwar war es gelegentlich ein wenig vorhersehbar und manchmal sogar verwirrend, vor allem wenn sie bei der Yogini ist, aber es geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe permanent an die Geschichte gedacht, ich wurde Maili, ich fühlte mit ihr, ich liebte mit ihr, ich lernte mit ihr. Irgendwie, obwohl das Thema ja gar nicht so provokant ist, habe ich dauernd darüber nachgedacht. Es hat mich einfach nicht mehr losgelassen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich Maili – obwohl sie so anders ist als ich – verbunden gefühlt habe. Diese kritischen Hinterfragungen, das Den-Mund-nicht-halten-können und dieses geistige Hin und Her zwischen dem was man will und dem was man nicht versteht, konnte ich sehr gut nachfühlen.
Neben Maili lernt man auch das Kloster zu lieben. Zwar verstehe ich die Lehren des Buddha und all die anderen Texte, die vorkommen, nicht sonderlich gut, da mir das Hintergrundwissen fehlt, aber es war unglaublich interessant über die verschiedenen Meditationen und Lehren zu lesen. Der kleine Glossar am Schluss hat ebenfalls sehr geholfen.
Ich muss unbedingt die Fortsetzung Die Stimme des Zwielichts lesen.

Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt

 

PS: Aufmerksam wurde ich auf die Autorin durch ihr aktuellstes Buch „Zanskar und ein Leben mehr“, was schon länger auf meinem Wunschzettel stand, bisher aber noch nicht den Weg in mein Regal gefunden hat. Wie in einem Traum habe ich auf dem Bücherflohmarkt gefunden.

Nächstes Buch: Zwölf Wasser – E.L. Greiff

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3 Kommentare

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