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Einmal Hans mit scharfer Soße [Review]

20. Mai 2014,1 Comment
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Quelle: https://www.facebook.com/EinmalHansMitScharferSosse.DerFilm

Ich war wieder in der Sneak Preview und diesmal lief die türkisch-deutsche Komödie „Einmal Hans mit scharfer Soße“ – ein Film in den mich vermutlich allein wegen dem Titel keine 10 Pferde bekommen hätten.

Auch nach der Sneak bin ich nicht wirklich überzeugt, ob ich ihn weiterempfehlen soll. Ich finde Komödien, die auf Klischees basieren – vor allem Integrations-Ausländer-Klischees – ziemlich bescheuert. Und „Einmal Hans mit scharfer Soße“ ist zwar ganz nett gemacht, fällt aber genau in diese Kategorie von Film.

Es geht darum, dass Hatice Coscun (Idil Uner), die selbstständig ist und alleine lebt, ihre türkischen Eltern zur Verzweiflung treibt, weil sie einfach keinen Schwiegersohn nach Hause bringt. Als dann auch noch ihre jüngere Schwester Fatma (Sesede Terziyan), die nicht vor Hatice heiraten darf, schwanger wird, muss Hatice binnen 4 Wochen einen heiratsfähigen Mann finden. Das stellt sich aber, wie auch sonst, als ziemlich schwierig heraus und sorgt in der Familie für Chaos. Die drei Schwestern Hatice, Fatma und Abla (Demet Gül) halten dabei jedoch fest zusammen.
Begleitet wird Hatice dabei von ihrem „kleinen anatolischen Dorf“, das in ihrem Kopf permanent Kommentare zu Verhalten, Kleidung, etc abgibt. Von ihrem Job als Redakteurin, für den sie von ihrem Vater so gerne Anerkennung hätte, bekommt man gänzlich wenig mit, nur der neue türkische Mitarbeiter spielt eine Rolle und ansonsten scheint Hatices Leben nur aus Hamam-Abenden mit ihrer furchtbaren „Klischee-deutschen“ Freundin Julia und Besuchen bei ihren Eltern zu bestehen. Außerdem singen sie ziemlich viel und Fatma weint mindestens genau so oft, wie Hatice ihre High Heels streichelt (oft!).

Ich persönlich fand den Film, wie oben schon erwähnt, definitiv zu klischeelastig. Gelegentlich wurde zwar versucht aus den Klischees auszubrechen, aber nur um sie dann wieder komplett zu erfüllen. Also da hätte es defintiv noch viel Potenzial nach oben gegeben.
Auch mit dem offenen Ende will ich mich ehrlich gesagt nicht zufrieden geben. Nach dem anstregenden Hin und Her hätte man doch wenigstens gerne Klarheit.

Ein Kompliment geht dagegen an die Schauspieler. Vor allem an Şiir Eloğlu, die die Mutter Emine spielt und mir am besten gefallen hat. Man merkt, dass sie Spaß beim Dreh hatten und sie haben gute Arbeit geleistet. Schade, dass der Rest der Story so platt war.

Kein Highlight, aber ganz witzig

Kinostart: 12.06.2014

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1 Kommentar

  • Antworten Melanie 12. Juni 2014 um 9:55

    Hab den auch letztens gesehen. Hier meine Rezension dazu
    http://kameraueberwacht.blogspot.de/2014/06/13-einmal-hans-mit-scharfer-soe_11.html
    Hab fast dieselbe Meinung :)

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