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Review: Super Hypochonder

8. April 2014,1 Comment
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Quelle: http://www.super-hypochonder.de/fotos.html

Ich war (mal wieder) in der Sneak Preview und wurde vom Film „Super Hypochronder“ überrascht.
Den Trailer fand ich persönlich nicht sonderlich ansprechend, ich wäre vermutlich nicht reingegangen. Doch in dem Film steckt mehr, als man zunächst erwartet.

Es geht um Romain Faubert (Dany Boon), der ein Hypochonder ist wie er im Buche steht. Alle zwei Minuten denkt er, er hätte eine neue Krankheit und überall sieht er Bazillen, Viren und Gefahren. Sein Arzt, Dr. Dimitri Zvenka (Kad Merad), ist vollkommen genervt von ihm, mag ihn aber irgendwie trotzdem. Außerdem ist er der festen Überzeugung: Romain braucht lediglich eine Frau in seinem Leben. Als dann Romains bester Freund stirbt, zieht er bei Dimitri ein und dieser schleppt ihn zu einem Auffanglager für Flüchtlinge aus Tscherkistan um ihm eine Art Schocktherapie zu verpassen.
Dort wird Romain jedoch von dem tscherkistanischen Revolutionär Anton Miroslav (Jean-Yves Berteloot) ausgeraubt und anschließend mit ihm verwechselt. Dadurch lernt er Dimitris Schwester Anna (Alice Pol) kennen (die ihn jedoch für Anton Miroslav hält) und sein Leben verändert sich radikal.

Der Film ist unglaublich witzig, es gab sehr viele Stellen zum Lachen. Zwar war es dank französischem Humor gelegentlich auch recht kitschig und unrealistisch, doch das verleiht diesem Film den Charme. Die Wendung und die darauffolgende Charakterentwicklung sind sehr gelungen.
Der Film birgt jedoch viel mehr Potenzial, was (vermutlich) aus Zeitgründen nicht ausreichend ausgeschöpft werden konnte. Denn es werden so viele Themen angeschnitten, die nicht weiter ausgeführt werden. Sei es nun unsere Gesellschaft mit den vielen Medikamenten, Hypochonder an sich, Flüchtlinge, Rebellionen in anderen Ländern, Herkunft und Heimatverbundenheit, unser Polizeisystem und das Akzeptieren des anderen, so wie er ist, in Liebe und Freundschaft.
Diesbezüglich definitiv ausbaufähig.

Ein wunderbarer Film bei dem man laut lachen kann, der einem jedoch auch Denkanstöße verpasst. Eine seltene Mischung, die sowohl Cast als auch Crew einwandfrei gelungen ist.

Reingehen!

 [youtube http://www.youtube.com/watch?v=G5UBZtoCDZo%5D

Kinostart: 10. April 2014

Die Website ist übrigens richtig gut gemacht, Kompliment an novagraphix!

09_galleryQuelle: http://www.super-hypochonder.de/fotos.html

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1 Kommentar

  • Antworten kkugelmann 9. April 2014 um 9:18

    Dany Boon überzeugt mal wieder. Er hat mir schon bei „Willkommen bei den Schti’s“ echt Spaß gemacht :)

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